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20210629132600

So tobte sich das Unwetter über den Gäu-Gemeinden aus

11:57
29.06.2021
Dass Unwetter nur punktuell großen Schaden anrichten können, zeigte sich am Montagabend in Althengstett. Während es in den Nachbarorten Gechingen, Ostelsheim und Simmozheim bei mäßigem bis starkem Regen bleib, gingen dort so große Wassermassen nieder, dass insgesamt 52 überflutete Keller ausgepumpt werden mussten. Betroffen war unter anderem der Keller der Hengstetter Gemeinschaftsschule und die Bücherei im Gerhard-Schanz-Sportzentrum. Erst Ende September war diese wegen eines Wasserschadens geschlossen und Ende 2020 wiedereröffnet worden. "Wir wurden gegen 19.45 Uhr alarmiert und waren bis gegen 1 Uhr in Althengstett, Ottenbronn und Neuhengstett mit dem Abpumpen der zahlreichen Keller beschäftigt. Am Dienstagmorgen hatten wir zwei weitere Einsätze", berichtete der Althengstetter Feuerwehrkommandant Benjamin Jones am Dienstagmittag im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten.

Die rund 35 bis 40 Hengstetter Feuerwehrleute hatten über Stunden alle Hände voll zu tun und kamen kaum mehr nach. "Aufgrund des Unwetters erreichen uns derzeit eine Vielzahl von Anrufen bezüglich Überschwemmungen in Kellern. Derzeit sind alle Fahrzeuge im Gemeindegebiet unterwegs und arbeiten die gemeldeten Einsatzstellen nach und nach ab. Wir bitten Sie daher, von Anrufen im Gerätehaus wegen Nachfragen zum aktuellen Status abzusehen. Wir haben Sie nicht vergessen." - das verbreiteten die Helfer am Montagabend via Facebook. "Insgesamt sind wir in Althengstett mit einem blauen Auge davongekommen", zog Jones am Dienstagmittag sein Fazit.

Einmal mehr wurde auf Ebene des Gemeindeverwaltungsverbands Althengstett Hand in Hand gearbeitet. Unterstützung bekam die Hengstetter Feuerwehr von den Kameraden aus Gechingen, die mit drei Fahrzeugen vor Ort waren, sowie den Helfern aus Simmozheim, die eine Tauchpumpe zur Verfügung stellten. 

Selent-Witowski

Höhe der Schäden in Altensteig noch unklar

10:05
29.06.2021
Beim massiven Unwetter am Montagabend war die Stadt Altensteig eines der Epizentren. Eine Stunde lang prasselte der Starkregen auf die Stadt, dazu kam Hagel, der die Kanäle verstopfte. Keller liefen voll, Heizungsanlagen in Kellern wurden zerstört, Händler verloren durch die Fluten ihr Lager. Im Tal in der Poststraße, einer der Hauptverkehrswege, stand das Wasser 20 Zentimeter hoch. An der Nagold wurde ein Teil der Ufereinfassung einfach weggespült (Foto: Zink/Kreisfeuerwehrverband Calw). "So etwas brauchen wir nicht noch einmal", sagte Altensteigs Bürgermeister Gerhard Feeß bei am Vormittag, als er bei einem Rundgang durch die Stadt die Schäden in Augensein nahm. Über die Höhe der Schäden in der Stadt ist noch nichts bekannt.

(sb)

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