HockeyIn der Saisonvorbereitung hatten die Damen des Bremer HC mit Treffern gegeizt, aber rechtzeitig zum Start der 2. Hockey-Bundesliga überzeugten sie mit einer unglaublichen Effektivität im Angriff. "Der Sieg fiel schon fast schmeichelhaft hoch für uns aus", sagte Trainer Martin Schultze nach dem 4:0 (1:0) seines Teams über den Klipper THC Hamburg. Das Ergebnis täuschte über den wahren Spielverlauf hinweg, denn erst fünf ganz starke Minuten in der zweiten Halbzeit beseitigten alle Zweifel am Erfolg der Gastgeberinnen.
In der ersten Halbzeit war den Bremerinnen anzumerken, dass sie nach langer Pflichtspielpause nicht wussten, wo sie leistungsmäßig stehen. "Da war noch Vieles bei uns Stückwerk", sagte Schultze, der die Nervosität seiner Spielerinnen aber nachvollziehen konnte. Auch der Siebenmeter, den Lena Frerichs in der 22. Minute zur ersehnten Führung nutzte, war recht glücklich und nach einigem Gestocher im gegnerischen Kreis zustande gekommen. Mit einem genialen Diagonalpass leitete Nationalspielerin Lena Frerichs in der 45. Minute die Vorentscheidung ein: Sofia Viarengo ließ sich die Chance nicht nehmen, frei vor der gegnerischen Torhüterin zu vollenden. Erneut Viarengo (46.) nach tollem Spielzug und noch einmal Frerichs (50.) erhöhten anschließend auf 4:0.
Jörg Niemeyer