Rhythmische Sportgymnastik
Die Trainerin war schwer begeistert, die Athletin bewertete sich deutlich strenger. Am zweiten Tag der "Finals" genannten deutschen Meisterschaften in gleich 18 Sportarten brachte es die Sportgymnastin Julia Stavickaja (Bremen 1860) in Düsseldorf im Mehrkampf auf Rang neun und konnte sich mit Keule und Band für die Gerätefinals qualifizieren, die an diesem Sonnabend ausgetragen werden. Trainerin Birgit Passern sagte: "Man muss den Hut ziehen vor dieser Leistung." Sie habe in Düsseldorf an den vier Geräten dreimal einen kleinen Patzer gehabt, "und eine Übung war daneben", sagte Julia Stavickaja. Damit meinte sie die Übung mit den Keulen – und fand es ein wenig paradox, dass sie sich ausgerechnet an diesem Gerät für ein Einzelfinale qualifizieren konnte. Sandy Kruse, die zweite Bremer Starterin, kam in Düsseldorf auf Rang elf. Erst im Februar nach Bremen zurückgekehrt und vom Gruppen- aufs Einzeltraining umgestiegen, sei das eine respektable Leistung von ihr, sagte Birgit Passern. Die Gruppe von Bremen 1860 wurde im Mehrkampf Sechster, in den beiden Gerätefinals einmal Fünfter und einmal Sechster.