Frauenfußball
Es war nicht weniger als der Schuss ins Glück: Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Jette Behrens ein, zwei Gegnerinnen aussteigen lassen und aus rund 20 Metern abgezogen. Der Ball landete im oberen linken Eck und machte den Sieg perfekt (54.). Dabei bedeutete der 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den Hamburger SV II mehr als drei Punkte für die Kickerinnen des SV Werder II. Der Derbysieg sicherte ihnen den ersten Platz in der Aufstiegsrunde zur Frauen-Regionalliga Nord, also den Gang in die dritthöchste Spielklasse. „Es war kein schönes Spiel, aber eine kämpferisch richtig gute Leistung“, meinte Werder-Trainer Bastian Pullol. Mit dem Aufstieg ist auch eine gewisse Genugtuung verbunden. Denn Werder galt zwar als Topfavorit der Bremer Verbandsliga. Die Rückkehr in die Regionalliga schien angesichts eines Umbruchs aber kein Selbstläufer zu sein. „Uns haben nur wenige zugetraut, dass wir direkt wieder hochgehen“, so Pullol. Dabei war gegen den HSV zunächst gar nicht sicher, ob Werder II nach dem 3:2-Erfolg beim Kieler MTV einen zweiten Sieg landen würde. Die Anfangsphase des Derbys gehörte nämlich eindeutig den Gästen, die ihrerseits mit 4:2 gegen Kiel gewonnen hatten, also auch mit einem Unentschieden die Aufstiegsgruppe gewonnen hätten.