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Carolin Kirtzel wird zweifache norddeutsche Meisterin

15:24
06.02.2023
Leichtathletik

Über 1500 Meter rannte sie in der letzten Runde dem Feld weg. Über 3000 Meter setzte sie sich nach sechs von 15 Runden ab. So kam Carolin Kirtzel am Sonnabend mit knapp vier Sekunden Vorsprung ins Ziel, am Sonntag betrug der Abstand zur Zweiten mehr als 15 Sekunden. Die Werder-Läuferin war die auffälligste und erfolgreichste Bremerin bei den norddeutschen Meisterschaften der Leichtathleten in Neubrandenburg. Ohne sich bis zum Letzten verausgaben zu müssen, gewann sie in 4:25,09 Minuten das 1500-Meter-Finale und in 9:30,25 Minuten über die doppelte Distanz.  "Ich wollte taktisch laufen", sagte sie. Ihr sei es um die Titel und weniger um die Rennzeiten gegangen. Was Gründe hatte: Einerseits hatte Carolin Kirtzel die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften in Dortmund (18./19. Februar) bereits in der Tasche. Sie startet dort über 3000 Meter und gehört zu den fünf Werder-Athleten, die es auf die Meldeliste für den nationalen Höhepunkt der Hallensaison geschafft haben. Auch Sprinterin Sandra Dinkeldein, die Dreispringer Finja Damaschke und Keno Krieger sowie Stabhochspringer Lars Keffel stehen auf der Liste. Zum anderen hatte Carolin Kirtzel eine anstrengende Woche hinter sich. Sie hatte unter der Woche ihre Stelle als Lehrerin an einer Hamburger Schule angetreten.

Sprinterin Sandra Dinkeldein war nach einem grippalen Infekt noch zu geschwächt, sie verzichtete nach dem Zwischenlauf über 60 Meter auf weitere Starts. Stabhochspringerin Fredi Petershofen war nach einer Corona-Erkrankung ebenfalls noch geschwächt, sie wurde mit 3,80 Metern Dritte. Lars Keffel (5,10 Meter/Silber) und Benjamin Heideman (4,00 Meter/Bronze in der U20) mussten erneut auf die längst bestellten neuen Stäbe verzichten. Silber für Werder gab es zudem durch Fabian Riegelsberger (800 m/1:56,11 min), Hochspringerin Mareike Max (1,74 m), 60-Meter-Hürdensprinter Borna Bujdo (U20/8,31 sec) und Emma Strauß im Kugelstoßen der U20 (9,63 m). Bronze holten Finja Damaschke (12,04 m) und Keno Krieger (14,11 m) sowie in der U20 Joanna Otoko über 60 Meter Hürden (9,07 sec).

Olaf Dorow

Trautmann-Ausstellung ab Mittwoch in Dresden

15:16
06.02.2023

Fußball

Die Bert-Trautmann-Ausstellung von Tura Bremen hat sich erneut auf Wanderschaft begeben. Nach bisherigen Präsentationen in Thüringen, Brandenburg, Leipzig und Olbernhau (Erzgebirge) ist die Ausstellung zwischen dem 8. Februar und 10. März in einer Buchhandlung in Dresden zu sehen. Trautmann, Jahrgang 1923, war der erste Ausländer, der in England zum Fußballer des Jahres gewählt wurde, und der erste Deutsche, der mit Manchester City den FA Cup gewann. Das Fußballspielen lernte er einst bei Tura Bremen. Ekkehard Lentz und Wolfgang Zimmermann haben sein Leben in der Ausstellung zusammengetragen. Im Zweiten Weltkrieg war Trautmann Fallschirmjäger bei der deutschen Luftwaffe und kam in britische Kriegsgefangenschaft. Dort beschloss er, in England zu bleiben. Der Weltklassetorhüter von Manchester City wurde zur Legende, als er bei seinem Einsatz im FA-Cup-Finale 1956 trotz Genickbruchs zu Ende spielte. Heute noch steht sein Name in Verbindung mit Völkerverständigung und Versöhnung.

Jörg Niemeyer