Handball
„Wir rennen von Beginn an einem Rückstand hinterher und brauchen einfach zu viele Chancen. Bretzenheim hat heute verdient gewonnen, wir konnten nur reagieren und sind überhaupt nicht zu unserem Spiel gekommen", sagte Werders Trainer Robert Nijdam. Mit ein wenig Zynismus ließe sich feststellen: Business as usual. Die Werder-Handballerinnen haben wieder nicht ins Spiel gefunden, wie schon so oft in dieser Saison. Sie unterlagen dem Aufsteiger SG Mainz-Bretzenheim mit 23:28. Statt von Beginn an mitzuhalten, rannten Nijdams Damen schon wenige Minuten nach dem Beginn einem Rückstand hinterher. Sie führten nicht ein einziges Mal, der Ausgleich zum 1:1 blieb der einzige Moment, in dem sie mal dran waren an den Gegnerinnen, die sich "die Ischn'" nennen. Die Ischn' lagen bereits nach sechs Minuten mit 6:1 vorn, Nijdam sah sich zu einer frühen Auszeit genötigt.
Viel besser wurde es aus Bremer Sicht allerdings kaum. Auch zur Halbzeit betrug der Abstand fünf Tore (14:9 für Mainz), näher als auf kurzzeitig mal auf drei Tore Rückstand kamen die Werder-Frauen Mainz nie. Auch die Umstellung auf eine 5:1-Abwehr und der Einsatz einer siebten Feldspielerin statt einer Torfrau brachten keine Wende. Die Fehlerquote blieb zu hoch.