Rhythmische Sportgymnastik
Auf diese Anspannung hätten sie gern verzichtet. "Eigentlich ist das ja megaspannend", sagt die Bremer Landestrainerin und Kampfrichterin Larissa Drygala, aber dieses Gefühl hatten wir diesmal überhaupt nicht." Das Gefühl war eher etwas zwischen großem Groll und großer Erleichterung. Das Team von Bremen 1860 musste am zweiten und letzten Wettkampftag der Bundesliga in der Rhythmischen Sportgymnastik (RSG) in seiner Staffel A unbedingt den vierten und damit vorletzten Tabellenplatz halten. Rang fünf hätte nicht nur den Abstieg in die zweite Liga bedeutet. Das RSG-Finale, in dem es Ende November in Überkreuzvergleichen mit den Teams aus Staffel B um die Meisterschaft beziehungsweise gegen den Abstieg geht, hätte ansonsten ohne Bremer Beteiligung stattgefunden. Was aus Bremer Sicht doppelt schlecht wäre: Es findet in Bremen statt.
Bremen ist jetzt dabei, wenn in Bremen geturnt wird. Zwar verlor das 1860-Team den zweiten Bundesliga-Durchgang, aber in der Endabrechnung lag 1860 immer noch hauchdünn, und zwar einen Gerätepunkt vor Fortuna Berlin. Heißt: Fortuna steigt ab, 1860 turnt in der Relegation gegen Gütersloh-Bielefeld, den Vierten der Staffel B.