Leichtathletik
Auf dem Weg zurück zu alter Stärke – beziehungsweise altem Tempo – ist Sebastian Kohlwes wieder etwas vorangekommen. Der 33 Jahre alte Werder-Läufer war über die Halbmarathon-Distanz in Enschede nach 1:11:31 Stunden im Ziel. Das reichte in dem großen Feld für Rang sechs – und auch für den Kommentar: "Ich bin recht zufrieden damit." Zwar ist Kohlwes, der aktuell neben Filimon Gezae zu den schnellsten Bremer Langstreckenläufern zählt, schon mal rund vier Minuten schneller unterwegs gewesen über die etwas mehr als 21 Kilometer lange Strecke. Die vergangenen Jahre waren jedoch von etlichen Verletzungen geprägt, zuletzt auch von einer Corona-Infektion. Anfang März positiv getestet, musste er sich in Geduld üben, bis er den Kreislauf durch flotteres Tempo wieder belasten konnte. Zu viele Storys habe er mitbekommen von ambitionierten Läufern, die nach einer Corona-Erkrankung zu früh mit dem harten Training begonnen hätten, um dann mit einer Herzmuskelentzündung lange auszufallen. Gemeinsam mit Trainer Karsten Schrimpf will Sebastian Kohlwes das peu á peu angehen. Das Rennen in Enschede gehörte quasi zu einer Art Aufbauprogramm. Demnächst sollen im Mai ein 5000-Meter-Rennen auf der Bahn sowie auf der Straße in Syke beziehungsweise in Lingen bei den niedersächsisch-bremischen Landesmeisterschaften Zehn-Kilometer-Wettkämpfe folgen.