Letztes Update:
20220426081108

Kohlwes wird in Enschede Sechster im Halbmarathon

14:41
25.04.2022

Leichtathletik

Auf dem Weg zurück zu alter Stärke – beziehungsweise altem Tempo – ist Sebastian Kohlwes wieder etwas vorangekommen. Der 33 Jahre alte Werder-Läufer war über die Halbmarathon-Distanz in Enschede nach 1:11:31 Stunden im Ziel. Das reichte in dem großen Feld für Rang sechs – und auch für den Kommentar: "Ich bin recht zufrieden damit." Zwar ist Kohlwes, der aktuell neben Filimon Gezae zu den schnellsten Bremer Langstreckenläufern zählt, schon mal rund vier Minuten schneller unterwegs gewesen über die etwas mehr als 21 Kilometer lange Strecke. Die vergangenen Jahre waren jedoch von etlichen Verletzungen geprägt, zuletzt auch von einer Corona-Infektion.  Anfang März positiv getestet, musste er sich in Geduld üben, bis er den Kreislauf durch flotteres Tempo wieder belasten konnte. Zu viele Storys habe er mitbekommen von ambitionierten Läufern, die nach einer Corona-Erkrankung zu früh mit dem harten Training begonnen hätten, um dann mit einer Herzmuskelentzündung lange auszufallen. Gemeinsam mit Trainer Karsten Schrimpf will Sebastian Kohlwes das peu á peu angehen. Das Rennen in Enschede gehörte quasi zu einer Art Aufbauprogramm. Demnächst sollen im Mai ein 5000-Meter-Rennen auf der Bahn sowie auf der Straße in Syke beziehungsweise in Lingen bei den niedersächsisch-bremischen Landesmeisterschaften Zehn-Kilometer-Wettkämpfe folgen.

Olaf Dorow

Da Silva schafft Halbmarathon im Salsa-Stil in 2:13 h

14:39
25.04.2022

Extremsport

In der Ergebnisliste liest es sich nicht eben spektakulär. Beim Halbmarathon in Wien ist der 49 Jahre alte Bremer Emin da Silva unter den mehr als 9000 Läufern als 6688. ins Ziel gekommen. Und doch war es sehr spektakulär, was da Silva in Wien vollbracht hat. Er ist der Mann für außergewöhnliche Laufaktionen – und diesmal hat er die etwas mehr als 21 Kilometer lange Strecke im Salsa-Stil zurückgelegt. Er hat also nicht nur Schritte nach vorne, sondern auch nach hinten und zur Seite gemacht. Um so beachtlicher seine Zeit: 2:13:36 Stunden. Vor dem Lauf hatte er das Ziel genannt, unter drei Stunden bleiben zu wollen. Diese  Zielvorgabe hat er, nun ja: pulverisiert. Voller Glückshormone kommentierte Emin da Silva anschließend seine Leistung beziehungsweise sein Wien-Erlebnis. Er sei überwältigt und sprachlos und habe Freudentränen vergossen, schrieb er in einer Mail, in der es weiter hieß: "Es war megaaaaa, fantastisch, großartige Stimmung." Er sei mega stolz. Er bedankte sich bei Claudia Kool aus Göttingen, die wie drei Jahre zuvor in New York seine Begleitläuferin war. Da hatte da Silva einen Marathon rückwärts laufend zurückgelegt.

Olaf Dorow