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Werders Kampfgeist wird in Mainz belohnt

13:54
27.03.2022
Handball 2. Liga Frauen

Das war ein doppelt wichtiger Erfolg für Werders Zweitliga-Handballerinnen: Mit dem 29:27-Sieg am Sonnabend in Mainz holten sie nicht nur zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf und verbesserten sich in der Tabelle auf den elften Platz – sie sammelten auch neues Selbstvertrauen, weil der Erfolg in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt keineswegs zufällig zustande kam, sondern aus einer kämpferisch total überzeugenden Mannschaftsleistung resultierte. „Das war wirklich ein sehr guter Abend“, freute sich Trainer Robert Nijdam noch am Tag danach über den knappen Auswärtssieg, „wir hatten in dieser Saison oft kein Glück, diesmal wurden wir belohnt. Die Mannschaft hat bis zur letzten Minute super gekämpft, das war ein sehr emotionaler Erfolg.“

Schon in der ersten Halbzeit lagen die Bremerinnen häufig mit mehreren Toren in Führung, bis zur Pause konnte Mainz das Spiel aber wieder ausgleichen (14:14). Am Ende sorgte auch die sehr starke Werder-Torhüterin Victoria Nigbur dafür, dass sich das am Ende der zweiten Halbzeit nicht wiederholte. Nijdam lobte: „Sie hat gut gehalten, das ist aber immer auch ein Zusammenspiel mit der Abwehr: Wenn die aggressiver steht, müssen die Angreifer schwerere Würfe probieren. Die Leistung unserer gesamten Mannschaft hat in Mainz einfach gepasst.“

Werder: Nigburg, Trooster – Engel (6/1), Thomas (8), Otto (4), Becker (1), Engelke (4/2), Häberle (2), Funke (2), Thorn, Defayay (2), Steinhoff

Jean-Julien Beer

Habenhausen startet mit wichtigem Sieg

19:55
26.03.2022
Handball 3. Liga Männer

Den Handballern des ATSV Habenhausen ist am Sonnabend bei der HG Hamburg-Barmbek ein überzeugender Start in die Klassenverbleibsrunde der 3. Liga gelungen: Mit 28:26 sicherte sich die Mannschaft von Matthias Ruckh gleich im ersten Spiel einen wertvollen Sieg. „Das war megawichtig für uns“, sagte der Trainer nach dem temporeichen und hart umkämpften Duell, "jetzt ist in unserer Gruppe von den Punkten her schon alles enger zusammengerückt."

Die Gastgeber waren geschwächt in den Spieltag gegangen: Vier Spieler wurden positiv auf Corona getestet, darunter Toptorschütze Jan Ehlers. Das reichte aber nach den Statuten des Handball-Bundes nicht, um das Spiel abzusagen – deshalb stimmte der ATSV dem Wunsch der Hamburger auf Verlegung des Spiels im Laufe des Freitags auch nicht zu. Im Spiel selbst fehlte überraschenderweise nur Ehlers. Ruckh: „Wenn ich das in der Halle dann sehe, dann denke ich mir meinen Teil. Es gibt aber eh keine Termine mehr für Nachholspiele."

In einer durchwachsenen ersten Hälfte bekam Habenhausen selten Zugriff aufs Spiel, doch bis zum Pausenpfiff waren die Bremer mit 13:15 wieder dran. Zu Beginn der zweiten Hälfte erhöhte Habenhausen den Druck. Nun entwickelte sich ein lebendigeres Spiel. Dem ATSV gelang dabei überraschend oft eine Überzahl im Rückraum durch hinterlaufende Außenspieler, Barmbek reagierte mit einer offensiveren Deckung, was die Gastgeber aber noch mehr Kraft kostete. Trotz starker Paraden von Hamburgs Torwart Justin Rundt behielt Habenhausen die Ruhe und spielte seine Qualitäten gegen nachlassende Gastgeber aus. Der Lohn: Eine Drei-Tore-Führung sechs Minuten vor Schluss (22:25). Auch dank eines Super-Reflexes von ATSV-Torwart René Steffens nach einem freien Wurf wurde der Sieg nicht mehr verspielt.

ATSV Habenhausen: Berdar, Sommerfeld, Steffens – Ruthke, Heller (1), Fischer (3), B. Wähmann (4/2), Schluroff (10), M. Wähmann, Harting (5), Kragesteen (3), Koschman (1), Hintke (1), Ahrens, Feller (2)

Jean-Julien Beer