Eishockey
Die kleine Erfolgsserie ist gerissen: Nach acht Punkten aus den vergangenen drei Heimspielen mussten sich die Fischtown Pinguins in eigener Arena den Straubing Tigers mit 2:3 (1:0, 1:3, 0:0) geschlagen geben. 2635 Zuschauer sahen ein spannendes und zum Ende hin auch wildes Spiel zweier Play-off-Anwärter, in dem Bremerhaven die Effektivität im Abschluss fehlte. Durch die Niederlage ist das Team von Trainer Thomas Popiesch in der Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga vom vierten auf den sechsten Platz abgerutscht. "Wir müssen einfach konsequenter sein", haderte Popiesch. "Wir haben viele Chancen kreiert, hatten sieben, acht Hochkaräter, schaffen es aber nicht, den Sack zuzumachen."
Jan Urbas brachte Bremerhaven nach Weitschuss von Vladimir Eminger früh in Führung (2.). In der Folge gab es viele weitere Chancen, aber noch keine weiteren Treffer. Pinguins-Torwart Brandon Maxwell zeigte sich ebenso auf dem Posten wie Straubings Goalie Tyler Parks. Die Tigers-Nachverpflichtung von den Belleville Senators aus der AHL hatte beim Debüt am Sonntag gegen Augsburg (4:7) noch schlecht ausgesehen, diesmal aber avancierte der 1,98-Metermann mit vielen Paraden sogar zum Matchwinner. Das zweite Drittel war gerade 38 Sekunden alt, da glich Michael Connolly zum 1:1 aus. Die Pinguins um Olympia-Rückkehrer Philipp Bruggisser zeigten sich indes nur kurz geschockt. Nach toller Vorarbeit von Miha Verlic vollendete Dietz zur erneuten Führung (26.). Jetzt ging es rauf und runter, der physische Einsatz wurde größer, die Intensität nahm zu. Niklas Andersen und Bruggisser vergaben das mögliche 3:1, dann glich Straubing durch Joshua Samanski zum 2:2 aus (32.) und ging nach Scheibenverlust von Ziga Jeglic durch Connollys zweiten Treffer sogar in Führung (39.). Trotz aller Bemühungen gelang Bremerhaven kein Tor mehr.
Frank Büter