Handball
Die vergangene Woche war für die Drittliga-Handballer des ATSV Habenhausen eine Woche zum Vergessen. Dass diese am Sonntag auch noch mit einer 26:33 (11:17)-Niederlage bei LIT 1912 II endete, passte ins Bild. Wenigstens waren die Ergebnisse der Konkurrenz im Sinne des ATSV verlaufen, auch wenn dies eher ein schwacher Trost blieb.
Die Vorbereitung auf das Match in Ostwestfalen war alles andere als optimal: Nachdem sich ein Spieler mit dem Coronavirus infiziert hatte, waren die ATSV-Trainingseinheiten am Montag und Dienstag abgeblasen worden. Die Sicherheit aller Beteiligten ging vor, schließlich hatten zwei Tage vorher ja auch alle zusammen im Bus nach Ahlen gesessen. So weit, so schlecht.
Als am Mittwoch dann auch noch der Schnelltest ihres Trainers Matthias Ruckh positiv anschlug, fiel prompt die nächste Übungseinheit ins Wasser. Damit blieb nur noch das Donnerstagstraining übrig, vor welchem das Team die Nachricht vom Positiv-Ergebnis von Ruckhs PCR-Test erreichte. „Solch eine Situation drückt auf die Stimmung, die spielt in den Köpfen mit“, sagt der Co-Trainer Lars Röwer. Ergo nahm er die Geschicke bei den Blau-Weißen am Spielfeldrand gegen die Bundesliga-Reserve des TuS Nettelstedt in die Hand. Dort lag seine Mannschaft bis zum 7:8-Rückstand noch gut im Rennen, ehe sie aus dem Tritt kam und über 8:13 einem Sechs-Tore-Pausenrückstand hinterherlief. Dieser wuchs kurz nach dem Seitenwechsel auf neun Treffer an (12:21), der darauf folgende Habenhauser Zwischenspurt zum 20:23 reichte zur Wende nicht aus (41.).
Sieben Mal muss Habenhausen noch in seiner Staffel antreten, fünf Punkte beträgt der Abstand aus der Abstiegsrunde heraus zum wichtigen sechsten Platz. „Wir sind überzeugt, dass wir das noch in der eigenen Hand haben“, sagt Röwer. Das enorme Verletzungspech brachte seinem Team zuletzt 1:11 Punkte in Folge ein, „trotzdem sind wir mit unseren Gegnern auf Augenhöhe, wir müssen den Bock bloß mal umstoßen.“ Mirco Wähmann gab nach seiner Verletzungspause ein Comeback von wenigen Minuten, am kommenden Sonntag erwartet der ATSV den Vorletzten TV Cloppenburg.
ATSV Habenhausen: Steffens, Berdar, Sommerfeld; Rauer, Helbig, Heller, B. Wähmann (3), Meier (3), L. Schluroff (2), M. Wähmann, Rojahn, Kragesteen (8), Hintke (3), Ahrens (1), Feller (6)
Olaf Dorow