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Jump off: Mareike Max überfliegt 1,79 m

13:05
10.01.2022

Leichtathletik

So hoch ist Mareike Max dreieinhalb Jahre nicht mehr gesprungen. Zum Auftakt der Hallensaison überflog die 23 Jahre alte Werder-Athletin beim Meeting "Jump off indoor" in der Halle im Weserstadion die Höhe von 1,79 Metern. Damit hatte die BWL-Studentin selbst nicht gerechnet. "Das Training lief zwar gut, aber diese Höhe habe ich nicht erwartet", sagte sie. Seit 2018 hatte Max immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, an ihrem Sprunggelenk musste sie insgesamt viermal operiert werden. "Das macht definitiv Lust auf mehr", sagte sie nach ihren erfolgreichen Versuchen in der Werder-Halle. Ende Januar stehen, so die Corona-Beschränkungen es zulassen, in Berlin die norddeutschen Meisterschaften  auf dem Programm. Eine Woche später werden in Hannover die Landesmeister für Niedersachsen und Bremen ermittelt. Der gelungene Saisoneinstieg lässt auch einen Start bei den Deutschen Meisterschaften Ende Februar in Leipzig realistisch erscheinen. Welche Höhe für eine Qualifikation notwendig ist, steht allerdings noch nicht fest.


"Es waren sozusagen ganz langweilige saubere Sprünge", sagte ihr Trainer Roman Fricke. Mit "etwas mehr Wumms  und Selbstvertrauen" würden Höhe jenseits der 1,80-Meter-Marke jetzt quasi von ganz alleine kommen. Das Training vier Tage vor dem Wettkampf sei "sehr, sehr gut gewesen". Und auf der Anlage in den Katakomben des Weserstadions sei Mareike Max bislang nur ein einziges Mal höher gesprungen als jetzt. Ihre Bestleistung, aufgestellt in der Zeit vor den Fuß-OPs, liegt bei 1,85 Meter.

Werder-Trainer Roman Fricke durfte sich insgesamt über "einen gelungenen kleinen Wettkampf" freuen – und auch über eine bemerkenswerte Leistung der Dreispringerin Finja Damaschke. Sie übertraf mit 12,68 Metern nicht nur ihre bisherige persönliche Bestmarke. Sie sprang damit auch so weit, dass es für einen neuen Landesrekord gereicht hätte, wäre der Wettkampf im Freien ausgetragen worden. Der junge Werder-Dreispringer Keno Krieger (Jahrgang 2000) blieb mit 14,48 Metern nur knapp unter seiner eigenen Bestleistung, Trainer-Tochter Hannah Fricke (Jahrgang 2006), die zu den größten Bremer Talenten zählt, schaffte im Dreisprung 11,48 Meter.

Olaf Dorow

Club zur Vahr verliert kurzzeitig den Überblick - 2:5

12:22
09.01.2022

Hockey

"Es war ein sehr intensives und auch von uns gutes Spiel", sagte Dennis Ströder. Der Trainer des Hockey-Regionalligisten Club zur Vahr klang nach dem Auftritt seiner Damen im Spiel bei der TG Heimfeld trotz des 2:5 (0:3) ganz zufrieden. Hätte es die verflixten letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit nicht gegeben, wäre der CzV-Coach vermutlich glücklich gewesen.

Bis zur 26. Minute hatten die Bremerinnen beim favorisierten Tabellendritten ein 0:0 gehalten – "mit vorangegangenen Torchancen auf beiden Seiten", wie Ströder betonte. Dann aber leisteten sich die Gäste eine hektische Phase, in der sie komplett den Überblick verloren. Die TG setzte sich mit drei Toren in der 26., 28. und 29. Minute auf 3:0 ab. Als sie gleich in der ersten Minute der zweiten Halbzeit auf 4:0 erhöhte, schien der Club zur Vahr unterzugehen.

Doch der abstiegsbedrohte Gast gab sich keineswegs auf – im Gegenteil. Das 1:4 durch Emilie Vedel Blankschön (37.) nach einer Ecke war mehr als ein Weckruf. Nach dem 2:4 von Katharina Bremer (52.) warfen die Gäste alles nach vorne. "Wir waren am Drücker", sagte Dennis Ströder. Er nahm die nach der Pause spielende Torfrau Lisa Henn vom Feld (55.), doch in Überzahl traf der CzV nur den Pfosten. "Wenn wir das 3:4 machen, geht noch was", sagte Ströder. Stattdessen jedoch erhöhte Heimfeld nach einer Ecke noch auf 5:2. "Den Schwung aus dieser Partie nehmen wir aber mit ins Spiel gegen Kiel", sagte Ströder mit Blick auf die im Abstiegskampf möglicherweise schon entscheidende Begegnung am kommenden Sonntag beim Mitkonkurrenten im Tabellenkeller.

Club zur Vahr: Wedel, Henn; Vedel Blankschön, Tielitz, Schnatmeyer, Bremer, Sachse, Preissner, Rosenboom, Drees

Jörg Niemeyer