Letztes Update:
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Auszubildende und Praktikanten fallen unter 3G-Regel am Arbeitsplatz

08:06
19.01.2022
Auszubildende und Praktikanten unterliegen der geltenden 3G-Regelung, wenn sie in einem Unternehmen arbeiten. Das sagt Bildungsminister Claude Meisch (DP) am Dienstag in einer parlamentarischen Antwort an Martine Hansen (CSV). Der Minister betont außerdem, dass Auszubildende wie Arbeitnehmer nicht von kostenlosen Tests auf dem Weg zur Arbeit profitieren.

Stattdessen erhalten Arbeitnehmer, die sich für den Schritt zur Impfung entscheiden, 20 Gutscheine für Antigen-Tests. Nach der ersten Injektion werden diese Gutscheine direkt an den Geimpften ausgehändigt. 

Das Bildungsministerium gab auf Anfrage an, dass ihm drei Fälle von Jugendlichen bekannt sei, bei denen die Situation im Ausbildungsbetrieb aufgrund der 3G-Regelung noch nicht geklärt sei. Das werde derzeit analysiert, so das Ministerium.

Jeff Wiltzius

Mehr als 1.100 Corona-Neuinfektionen im Saarland

07:29
19.01.2022
Binnen 24 Stunden sind im Saarland 1.119 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch stieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche auf 528,4 nach 490,2 am Vortag (Stand: 3.27 Uhr). Acht weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit stieg die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie auf 1.307. Insgesamt wurden 84.699 Infektionen registriert.

Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser lagen nach Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vom Mittwoch (Stand 7.05 Uhr) 36 erwachsene Covid-19-Patienten. 15 von ihnen mussten beatmet werden.

Jeff Wiltzius

Rheinland-Pfalz: Polizei ermittelt wegen gefälschter Impfausweise

05:22
19.01.2022
Die rheinland-pfälzische Polizei ermittelt in gut 1.000 Fällen wegen des Verdachts auf gefälschte Corona-Impfnachweise. Die Zahl der Ermittlungen sei seit Ende September angestiegen, teilte das Landeskriminalamt (LKA) mit. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden nur vereinzelte Fälle registriert. Eine Erklärung für die Zunahme seit dem Herbst dürften nach Einschätzung des LKA die Einschränkungen für nicht geimpfte Personen beispielsweise bei Restaurant- oder Veranstaltungsbesuchen und der zeitweise Wegfall der kostenlosen Corona-Bürgertests für große Teile der Bevölkerung sein.

Bei den 1.001 registrierten Fällen (Stand 13. Januar) seien die gefälschten Impfpässe vermutlich zumeist über verschiedene Marktplätze im Internet und hier insbesondere über geschlossene Benutzergruppen bei Messenger-Diensten in Umlauf gebracht worden, teilte das LKA mit. Parallel zu den zuletzt steigenden Fallzahlen seien dort verstärkte Aktivitäten beobachtet worden. „Im Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz wird die Entwicklung des Phänomens intensiv beobachtet“, teilte die Behörde mit. Begleitet werde die polizeiliche Ermittlungsarbeit von „präventiven, aufklärenden Maßnahmen“ wie beispielsweise Pressemitteilungen.

Zuletzt waren immer wieder größere Polizeiaktionen wegen gefälschter Impfpässe bekannt geworden. So stellte die Polizei Andernach (Kreis Mayen-Koblenz) vor rund eineinhalb Wochen bei insgesamt sieben Wohnungsdurchsuchungen vier gefälschte Impfpässe sowie zwei rechtswidrig erlangte digitale Impfzertifikate sicher. Wenige Tage vor Weihnachten ging die Polizei im Grenzgebiet von Rheinland-Pfalz und dem Saarland gegen mutmaßliche Impfpass-Fälscher vor. Etwa 50 Ermittler durchsuchten dabei 17 Wohnungen im Kreis Idar-Oberstein und im angrenzenden Nachbarbundesland. Dabei wurden zahlreiche Impfausweise und digitale Impfzertifikate sichergestellt. Laut Polizei kann Urkundenfälschung mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden.

Jeff Wiltzius