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Produktion von Corona-Arzneien in Deutschland nimmt Fahrt auf

07:35
18.01.2022
Bei Corona-Impfstoffen hat die deutsche Pharmaindustrie einen Coup gelandet. Der Erfolg des Mainzer Herstellers Biontech brachte der Branche internationales Renommee und milliardenschwere Geschäfte - mit der Aussicht auf erneut kräftig steigende Umsätze 2022.

Nun werden Corona-Medikamente für infizierte Patienten zur nächsten Chance. Zwar liegen im Fall der Therapeutika Konzerne aus der Schweiz, Großbritannien und den USA vorn. Doch bei Produktion und Verteilung spielen auch deutsche Standorte eine Rolle.

Der US-Konzern und Biontech-Partner Pfizer stellt sein Medikament Paxlovid gegen schwere Covid-Verläufe hauptsächlich in Freiburg her. Nach Erhalt und Genehmigung des Wirkstoffs startet der Prozess zum Mischen, Granulieren, Pressen und Beschichten der Tabletten, sagt eine Sprecherin. „Ein Team von Qualitätsexperten stellt sicher, dass die höchsten Standards eingehalten werden.“ Zudem werde in Freiburg, wo 1700 Menschen für Pfizer arbeiten, mit der Verpackung begonnen.

Der Pharmariese geht davon aus, in diesem Jahr weltweit mindestens 120 Millionen Einheiten fertigzustellen - davon rund 30 Millionen in der ersten Jahreshälfte. „Wir sind dabei, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen und die Produktion weiter hochzufahren“, kündigte Pfizer an.

Eine weitere Arznei ist Roactemra vom Schweizer Konzern Roche. Sie wird gegen eine überschießende körpereigene Immunabwehr bei stark fortgeschrittenen Corona-Erkrankungen verabreicht. Das in der EU zugelassene Mittel wird unter anderem in Mannheim verpackt und abgefüllt. Dort und am bayerischen Standort Penzberg arbeiten mehr als 1000 Beschäftigte in der Sterilabfüllung für den globalen Markt.

Jeff Wiltzius

Anhörung zur Impfpflicht in Österreich: Lob für Flexibilität

21:45
17.01.2022
Experten haben die geplante Corona-Impfpflicht in Österreich in einer parlamentarischen Anhörung als flexible und verhältnismäßige Regelung bezeichnet. Die im Impfpflicht-Gesetz vorgesehenen Schritte seien so angelegt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt werden könnten und das Parlament zum Beispiel vor einer möglichen scharfen Kontrolle der Bürger erneut beteiligt werden müsse, sagte die Juristin Christiane Wendehorst am Montag vor dem Gesundheitsausschuss des Nationalrats in Wien. 

Teddy Jaans

Omikron-Anteil in Tschechien bei mehr als 80 Prozent

18:38
17.01.2022
Die ansteckendere Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich in Tschechien immer weiter aus. Sie habe inzwischen einen Anteil von mehr als 80 Prozent an den auf Varianten untersuchten Proben, teilte die staatliche Gesundheitsbehörde SZU am Montag in Prag mit. Omikron hat Delta als vorherrschende Mutante längst abgelöst.

„Die gute Nachricht ist, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen sinkt“, sagte Innenminister Vit Rakusan nach einer Sitzung des zentralen Krisenstabs. Eine Überlastung des Gesundheitssystems drohe derzeit nicht. In Tschechien gab es nach aktuellen Zahlen innerhalb von sieben Tagen 678 bestätigte Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. 

Teddy Jaans