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Corona-Inzidenz in Rheinland-Pfalz steigt weiter

14:07
16.01.2022
Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist wieder gestiegen. Der Kennwert bezogen auf je 100 000 Einwohner stieg von 362,7 am Samstag auf 377,9 am Sonntag, wie das Landesuntersuchungsamt in Koblenz mitteilte. Im Kreis Trier-Saarburg und in der Stadt Trier wurden 239 Neuinfektionen gemeldet. Die tatsächliche Zahl an Neuinfektionen dürfte jedoch höher liegen, da viele Neumeldungen noch nicht in der Meldesoftware erfasst werden konnten. Die erfasste Zahl der seit dem 11. März 2020 nachweislich mit dem Corona-Virus infizierten Personen beträgt somit 14.808.

Die Zahl der infizierten Personen im Trierer Landkreis steigt weiter stark an: Elf Patientinnen und Patienten aus dem Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes werden aktuell stationär behandelt. Die Zahl der aktuell Infizierten beläuft sich auf 1.990 – 152 mehr als am Freitag. Diese verteilen sich wie folgt: 1076 in der Stadt Trier und 914 aus dem Landkreis.

Die Gesundheitsämter registrierten in Rheinland-Pfalz 1385 neue bestätigte Fälle - nach 1222 am Vortag. Die Hospitalisierungsinzidenz - die Krankenhausaufnahmen einer Woche je 100.000 Einwohner - verharrte am Sonntag beim gleichen Vortageswert von 2,90. Es kamen keine weiteren Todesfälle dazu.

Das Landesuntersuchungsamt schlüsselte die Corona-Inzidenzen auch nach Impfungen auf: Demnach lag die Sieben-Tages-Inzidenz in Rheinland-Pfalz am Sonntag bei 242,3 pro 100.000 geimpfter Menschen - und bei 722,7 pro 100.000 nicht geimpfter Bürger.

LW-Springer

Österreich will Corona-Impfpflicht wie geplant im Februar einführen

11:51
16.01.2022
In Österreich soll die Impfpflicht gegen das Coronavirus wie geplant Anfang Februar in Kraft treten. So steht es in dem Gesetzentwurf, den die Regierung am Sonntag vorstellte. Die Impfpflicht soll für Personen ab 18 und nicht wie bislang geplant ab 14 Jahren gelten. Kontrollen sollen Mitte März beginnen, darunter im Straßenverkehr, wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sagte. Für Impfverweigerer gilt ein Strafrahmen von 600 und 3600 Euro, wenn sie einer Impfaufforderung nicht nachkommen und einen gesetzten Impftermin verstreichen lassen.

Das Gesetz gilt für alle Menschen mit Wohnsitz in Österreich. Ausnahmen sind für Schwangere und Menschen vorgesehen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Genesene sollten für 180 Tage ausgenommen sein.

Das Parlament soll das Gesetz am Donnerstag (20. Januar) beschließen. Das gilt als Formsache, weil die Regierungskoalition aus der konservativen ÖVP und den Grünen über die nötige einfache Mehrheit verfügt.

Von den Oppositionsparteien lehnt nur die von 2017 bis 2019 mitregierende rechte FPÖ eine Impfpflicht kategorisch ab. Gegner des Gesetzes kritisieren unter anderem, dass Impfungen vorgeschrieben werden, die die Weitergabe des Virus nur unzureichend verhindern.

„Es geht nicht um einen Kampf Geimpfte gegen Ungeimpfte“, sagte Bundeskanzler Karl Nehammer. Vielmehr gehe es darum, dass die ganze Gesellschaft wieder in Freiheit leben könne. Er wurde im Januar selbst positiv getestet. Er habe aber dank seiner Impfung immer die Zuversicht gehabt, nicht ins Krankenhaus zu müssen, sagte er. Nehammer erholte sich nach eigenen Angaben schnell.

Jeff Wiltzius