Paulette Lenert: Es hat sich gezeigt, dass die Idee einer separaten Covid-Klinik in der Theorie eine gute Idee, aber in der Praxis nicht gut durchführbar ist. Viele der eingeschlagenen Wege in diese Richtung haben sich als Sackgassen erwiesen.
Dr. Romain Schockmel: Die Idee ist attraktiv, aber es sind ja nicht nur Betten, die irgendwo stehen. Es muss ein enormer logistischer Aufwand dahinter mitgedacht werden. Es wäre ein enormer Aufwand, ein eigenes Spital dafür einzurichten und zu unterhalten. Ich glaube auch nicht, dass wir in Luxemburg die kritische Masse erreicht haben, die das rechtfertigen würde.
Dr. Marc Berna: Die Grundidee klingt einleuchtend. In der Praxis spricht vieles dagegen. Es ist ein Ressourcenproblem, wir würden in entspannteren Phasen für diese eine Klinik Ressourcen vergeuden. Wenn angespannte Phasen sind, müssten wir Ressourcen von anderswo hinzuziehen - auch keine gute Idee. Zudem gibt es Grauzonen - man kann in den ersten Stunden nach der Aufnahme nicht bei jedem Patienten sagen, ob und wie schlimm er tatsächlich Covid-Symptome hat.