Die neue Virusvariante Omikron sei mit mehr als 50 Prozent in Luxemburg die vorherrschende Virusvariante.
Man habe diesen Punkt um Weihnachten erreicht, sagte der Epidemiologe von der Direktion der Santé, Dr. Joël Mossong, im Interview bei RTL am Freitag. Auffällig sei, dass bei der
neuen Virusvariante gerade junge Menschen zwischen 20 und 40 Jahren befallen seien. Anders als bei Delta, wo in den vergangenen Monaten eher Kinder und deren Eltern betroffen waren.
Viele Betroffene -
knapp 90 Prozent - seien nicht geboostert, sondern hätten nur eine, zwei oder gar keine Impfung erhalten. Diese Menschen hätten somit keinen wirksamen Schutz gegen Omikron. Wobei eine dritte Impfung auch nur einen Schutz von 50 bis 70 Prozent biete, sagte der Experte.
Auch Schnelltests seien immer noch ein geeignetes Mittel, gegen die Verbreitung des Virus vorzugehen.
Allerdings sei es laut Mossong wichtig, die Tests zeitnah zu machen: "Es macht wenig Sinn, morgens einen Test zu machen, wenn man erst abends unter die Menschen geht."
In den Grundschulen sei derzeit Omikron keine Gefahr: "Nur sehr wenige Kinder sind betroffen. Deswegen gehen wir davon aus, dass eher Schüler aus den Lyzeen sich mit der neuen Virus-Mutation anstecken." Man müsse aus diesem Grund die Situation in den Schulen im Auge behalten und ggf. reagieren.
Am Ende forderte der Epidemiologe positiv getestete Personen auf, welche noch nicht von der Santé kontaktiert worden sind,
sich online einzutragen. "Das würde das Contact-Tracing wirklich vereinfachen", so Mossong weiter.
Jeff Wiltzius