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Studien deuten auf milden Verlauf von Omikron

19:52
22.12.2021
Studien deuten darauf hin, dass Omikron weniger krank machen könnte als die Delta-Variante des Coronavirus. Experten mahnten am Mittwoch aber vor vorschnellen Schlüssen: „Aktuell erscheinen mir die Daten zur Krankheitsschwere von Omikron noch etwas zu dünn, um daraus allgemeingültige Aussagen zu treffen“, sagte die Infektiologin Isabella Eckerle von der Universität Genf.

Eine neue Studie zeigte einen eher milden Krankheitsverlauf bei Infektionen mit der Coronavirus-Variante Omikron in Südafrika. Ein Forscherteam aus Großbritannien war in Laborversuchen zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Beide Arbeiten wurden nur auf Preprint-Servern hochgeladen, das heißt, sie sind noch nicht von unabhängiger Seite begutachtet. Das Team in Südafrika hatte zum Nachweis von Omikron einen speziellen PCR-Test gemacht aber nicht eine Vollsequenzierung wie in Deutschland üblich.

Die Autoren der Studie aus Südafrika haben Daten von Infizierten von Anfang Oktober bis Ende November ausgewertet. Daraus ergibt sich laut den Autoren bei Omikron ein bis zu 80 Prozent geringeres Risiko, zur Behandlung ins Krankenhaus zu müssen als bei Delta. Waren die Patienten einmal in der Klinik, gab es jedoch keinen Unterschied im weiteren Verlauf.

Man könne die Daten aus dem Labor „nur mit sehr viel Vorsicht auf die tatsächliche Situation im Mensch extrapolieren“, sagte Eckerle. Die Infektion im Menschen sei „wesentlich komplexer“.

Der Chef des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, geht jedenfalls von einer Verschärfung der Corona-Lage in Deutschland aus. „Wir können nach wie vor nicht sicher einschätzen, ob Omikron weniger krank macht“, sagte er am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. „Aber selbst wenn dies so wäre: Omikron ist extrem ansteckend und kann dem Immunsystem leichter entkommen. Das führt auch bei Genesenen und zweimal Geimpften häufiger zu Infektionen und diese können eben auch weitergegeben werden.“

Jeff Wiltzius

Am Donnerstag beginnen Impfungen für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren

19:03
22.12.2021
Ab Donnerstag können sich Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren in den drei Impfzentren Victor Hugo, Esch-Belval und Ettelbruck freiwillig impfen lassen. Die Impfung der Kindern kann nicht in den temporären Impfstellen ("Pop Up"-Impfung) durchgeführt werden, schreibt die Santé am Mittwoch.

Der Termin wird online unter Angabe der Sozialversicherungskarte des Kindes vereinbart. Alternativ kann die Impfung auch von bestimmten Kinderärzten durchgeführt werden. Die Liste der Kinderärzte, die an der Impfung von Kindern teilnehmen, wird in Kürze auf impfen.lu veröffentlicht.

Jeff Wiltzius