Letztes Update:
20220420123121

Bei 2,1 Prozent kam es zum Impfdurchbruch

14:53
17.12.2021
Bis zum 5. Dezember kam es bei 7.707 von 365.941 voll geimpften Personen zu einem Impfdurchbruch (2,1 Prozent). So bezeichnet die Santé Covid-19-Fälle, bei denen mindestens 14 Tage nach der Zweitimpfung mit Vaxzevria, Comirnaty oder Spikevaxvon, beziehungsweise mindestens 28 Tage nach der ersten Dosis von Janssen ein positiver Test vorliegt.

Bis zum 15. Dezember mussten 156 Patienten wegen eines Impfdurchbruchs im Krankenhaus behandelt werden: 94 waren mit Comirnaty, 48 mit Vaxzevria, neun mit Janssen und fünf mit Spikevax geimpft. Die Infektionen fanden im Schnitt 160 Tage nach der letzten Impfung statt. Es gab in dem Zeitraum 98 Patienten mit Impfdurchbrüchen, wobei hier Covid-19 nicht der Grund des Krankenhausaufenthalts war. Wo sich diese Personen genau ansteckten - im Krankenhaus oder davor - ist nicht bekannt.

Das antwortet Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) dem ADR-Abgeordneten Jeff Engelen auf seine parlamentarische Frage. 

Tom Rüdell

Schärfere Maßnahmen im Saarland

14:52
17.12.2021
Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) schließt erneute schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Omikron-Variante des Coronavirus nicht aus. Dies hänge vor allem davon ab, wie gefährlich Omikron tatsächlich sei und wie gut die Auffrischungsimpfung gegen diese Variante wirke. Im Moment versuche man auch im Saarland, so rasch wie möglich mit der dritten Impfung zu boostern. „Damit liegen wir bundesweit an der Spitze. Die große Hoffnung ist, dass wir damit rauskommen aus der vierten Welle, die eine Delta-Welle ist, bevor Omikron zuschlägt“, sagte Hans der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken.

„Ob uns das gelingt, vermag ich auch nicht sicher zu sagen“, sagte Hans. Wenn Omikron tatsächlich infektiöser und gefährlicher sei als die bisher bekannte Delta-Variante, „dann können wir nicht ausschließen, dass es noch einmal strengere Maßnahmen geben muss für alle, die zumindest nicht drittgeimpft sind“. Dies sei heute nicht absehbar. Hans: „Ich sage deutlich: Ich will sicher keine Panikmache. Wir müssen aber wachsam bleiben und falls erforderlich den Notschutzschalter drücken, bis hin zu generellen Schließungen von Betrieben. Das kann ich nicht ausschließen. Dann braucht es aber auch finanzielle Hilfen für die betroffenen Betriebe.“

Er hoffe, dass es im kommenden Jahr gelingen werde, eine stärkere Immunisierung der Bevölkerung aufzubauen und das Virus unter Kontrolle zu bringen. „Das können wir schaffen. Aber wir werden diesen Erfolg, das ist meine Befürchtung, auch erst später im nächsten Jahr sehen.“ Man müsse mit dem Virus leben lernen. „Es wird auch nicht mit dem nächsten Jahr weg sein.“

Tom Rüdell