Letztes Update:
20220420123121

Inzidenz im Saarland sinkt weiter auf 343,8

06:32
15.12.2021
Im Saarland sind binnen eines Tages 626 weitere Corona-Infektionen registriert worden. Es wurden 15 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch hervorgeht (Stand 3.20 Uhr). Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, sank von 356 am Vortag auf 343,8. Seit Beginn der Pandemie gab es im Bundesland 69.023 bestätigte Corona-Fälle, 1.173 Menschen starben an oder mit dem Virus.

Jeff Wiltzius

Schärfere Impfregeln greifen in Frankreich - Kinderimpfung beginnt

05:52
15.12.2021
In Frankreich müssen Menschen ab 65 Jahren von Mittwoch an zum Großteil über eine Auffrischimpfung verfügen, damit sie weiter als vollständig geimpft gelten und ihr Corona-Pass gültig bleibt. Die Verschärfung greift, wenn die letzte Impfdosis sieben Monate oder länger zurückliegt. Nur mit dem Gesundheitspass, einem Nachweis von Impfung, Genesung oder Corona-Test, können die Menschen in Frankreich Restaurants und Veranstaltungen besuchen oder per Flugzeug oder Fernzug verreisen. Nach dem Verstreichen der Frist können Betroffene bis zur Booster-Impfung jeweils einen Test machen, wenn sie einen 3G-Nachweis benötigen.

Seit Anfang September bereits können Menschen ab 65 Jahren in Frankreich eine Auffrischimpfung erhalten. In den Impfzentren können sie seit kurzem auch ohne Termin für eine Impfung vorbeikommen. 14,4 Millionen Menschen in Frankreich haben inzwischen eine Auffrischimpfung erhalten. Für Menschen ab 18 Jahren greift die Notwendigkeit zur Auffrischimpfung für den Corona-Pass am 15. Januar, ebenfalls vorausgesetzt, die letzte Impfung liegt sieben Monate oder länger zurück.

Ebenfalls ab Mittwoch beginnt in Frankreich die Corona-Schutzimpfung für Kinder zwischen fünf und elf Jahren. Impfberechtigt sind zunächst Kinder mit Vorerkrankungen und solche, die mit geschwächten Menschen zusammenleben. Für die übrigen Kinder dieser Altersgruppe wird die Möglichkeit zu einer freiwilligen Impfung im Laufe der kommenden Tage erwartet.

Jeff Wiltzius

Labor in Afrika plant patentfreien Corona-Impfstoff

05:36
15.12.2021
Im Labor des Biotechnologieunternehmens Afrigen Biologics and Vaccines im südafrikanischen Kapstadt arbeiten Forscher unter Hochdruck. Sie befinden sich in einer entscheidenden Phase bei der Entwicklung von Afrikas erstem eigenem Corona-Impfstoff. Dieser soll das hochwirksame mRNA-Präparat von Moderna nachahmen und damit die Abhängigkeit von der Pharma-Industrie mindern.

Unterstützt von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem UN Medicines Patent Pool (MPP) sowie der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC) will Afrigen die Verteilung von Impfstoffen weltweit günstiger, schneller und gerechter machen. Nicht nur das: Afrigen will die beiden derzeit zugelassenen mRNA-Präparate von Moderna und Biontech/Pfizer verbessern. Ziel ist ein gefriergetrockneter Impfstoff, der keine Kühllagerung erfordert.

Anders als traditionellen Pharma-Unternehmen geht es Afrigen nicht um Profite. Der neue Impfstoff werde nicht patentiert werden, sondern eine Art Open-Source-Technologie sein, erklärt Afrigens Geschäftsführerin Petro Terblanche. Die WHO werde kostenfreie Lizenzen an Entwicklungs- und Schwellenländer vergeben und damit ermöglichen, dass Produktionskapazitäten überall auf der Welt aufgebaut werden.

Allerdings gibt es Hürden. Zwar hat Moderna im Juli eine Verzichtserklärung für das geistige Eigentum an ihrem mRNA-Präparat abgegeben. Diese gilt jedoch nur für einen begrenzten Zeitraum. „Weder von Moderna noch von Biontech/Pfizer haben wir einen Technologietransfer bekommen“, sagt Terblanche. Somit arbeiten Afrigens Forscher mit der öffentlich zugänglichen genetischen Sequenz für den Impfstoff und mit Hilfe von wissenschaftlichen Beratern an der Entwicklung einer ersten vollständigen Laborprobe, die das Präparat von Moderna nachahmt. „Aufgrund der Verzichtserklärung können wir den Impfstoff legal bis zu klinischen Studien bringen, ohne geistiges Eigentum zu verletzen“, erklärt Terblanche.

Schon im Januar 2022 sollen erste Studien an Tieren beginnen. Für November sei Phase I der klinischen Studie geplant. Anfang 2024 soll die Mittel marktreif sein. Die WHO hat für das ehrgeizige Projekt ein Budget von 92 Millionen Euro bereitgestellt. „Die Covid-19-Pandemie hat gezeigt, dass es nicht ausreicht und gefährlich ist, sich bei der Versorgung der Welt mit globalen öffentlichen Gütern auf ein paar wenige Firmen zu verlassen“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus im Juni über das Projekt.

Jeff Wiltzius