Letztes Update:
20220420123121

Norwegen stopt Alkoholausschank

20:43
13.12.2021
Immense Omikron-Sorgen haben die norwegische Regierung dazu veranlasst, die Corona-Maßnahmen im Land gut anderthalb Wochen vor Weihnachten noch einmal kräftig zu verschärfen. „Jetzt ist es ernst“, sagte Ministerpräsident Jonas Gahr Støre am Montagabend auf einer Pressekonferenz in Oslo. Unter anderem gibt es deshalb einen kompletten und landesweiten Stopp beim Ausschank von Alkohol: Vier Wochen lang werde es nicht erlaubt sein, Alkohol in Restaurants, Kneipen und Hotels zu trinken, sagte Støre.

Strengere Regeln gibt es auch für öffentliche Veranstaltungen, im Kulturleben und für organisierte Freizeitaktivitäten. Wer von zu Hause arbeiten könne, solle dies tun, sagte Støre. Universitäten und Berufsschulen sollen auf Online-Unterricht umstellen. Der Gebrauch von Masken wird auf weitere Orte ausgeweitet. Alle Vorschriften treten nach Regierungsangaben in der Nacht zum Mittwoch in Kraft und gelten zunächst für vier Wochen - also über die gesamten Feiertage.

Die Verschärfung der Maßnahmen folgt auf Warnungen des nationalen Gesundheitsinstituts FHI vor einer dramatisch verschlechterten Omikron-Lage. Die Variante werde schon in kurzer Zeit im Land dominieren und bereits im Dezember eine Welle mit vielen Erkrankten und Krankenhauseinlieferungen sowie einer bedeutenden Belastung von Gesundheitswesen und Gesellschaft verursachen, hieß es am Montag in einer Risikobewertung der Behörde.

Einem vorläufigen FHI-Szenario zufolge könnte es schon in drei Wochen schätzungsweise zwischen 90.000 und 300.000 neue Omikron-Fälle pro Tag geben, wenn Maßnahmen die Epidemie nicht bedeutend abbremsten. Die Behörde wies jedoch darauf hin, dass solche Berechnungen wegen der großen Unsicherheit zu den wichtigsten Eigenschaften der Virus-Variante mit Vorsicht interpretiert werden sollten.

Tom Rüdell

#Lëtzebuergtestsech: Testkits für alle Haushalte

20:29
13.12.2021
Um einen genaueren Überblick über die Entwicklung der Infektion im Land zu erhalten, organisiert die luxemburgische Regierung vom 13. bis 19. Dezember die Aktion #Lëtzebuergtestsech. Dazu hat jeder Haushalt in Luxemburg in der Woche vom 6. bis 12. Dezember eine Einladung erhalten, sich in einer der 98 Apotheken des Landes ein Set mit 5 Antigen-Selbsttests abzuholen.

Mit diesen Sets soll es der gesamten Bevölkerung möglich sein, sich an zwei bestimmten Tagen im Laufe dieser Woche zu testen (mit einem Abstand von 3 bis 4 Tagen zwischen den beiden Tests). Wichtig: Die Aktion richtet sich nicht an Schüler - diese und das Lehrpersonal werden weiterhin dreimal pro Woche in der Schule getestet.

Gesundheitsministerin Paulette Lenert verspricht sich von der Aktion "ein Echtzeitbild der Gesundheitssituation des Landes". Wer positiv getestet wird, soll schneller isoliert werden können. Das Ziel der Aktion: Wenn viele mitmachen, könnte so die Zahl der Neuinfektionen vor den Feiertagen und Familienfesten zum Jahresende stark reduziert werden

Wie funktioniert #Lëtzebuergtestsech?
  • Antigen-Testkit mit der Einladung in derApotheke abholen. (Alternativ können auch andere Antigen-Selbsttests verwendet werden.)
  • Testen am 14. und 17. Dezember oder an zwei anderen Tagen nach Wahl (mit einem Abstand von 3 bis 4 Tagen zwischen den beiden Tests). 
  • Positive Tests unverzüglich auf der Website covidtracing.public.lu melden
  • Jeder gemeldete positive Test wird gezählt und die Statistiken am Ende der Testwoche veröffentlicht.

Tom Rüdell