Gesundheitsministerin Paulette Lenert, Santé-Direktor Jean-Claude Schmit und die Kinderärztin Isabel de la Fuente traten am Montagnachmittag gemeinsam vor die Presse.
"Luxemburg hat einen ersten Omikron-Fall", so die Gesundheitsministerin. "Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis wir auch in Luxemburg mit Omikron konfrontiert werden", so Jean-Claude Schmit, der weitere Einzelheiten zu diesem Fall bekannt gab.
Bei der infizierten Patientin handle es sich um eine Reinigungskraft, die auch in einem Altenheim gearbeitet habe. Dort habe man alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Bewohner getroffen. Bislang sei noch kein weiterer Infektionsfall dort festgestellt worden.
Nachdem die europäische Arzneimittelagentur vor kurzem grünes Licht für die Impfung von Kindern zwischen fünf und elf Jahren gegeben hatte, geht Luxemburg mit auf diesen Weg. Auffrischungsimpfungen seien nicht nur bei älteren Menschen wichtig, betonte Lenert.
Bei den Kinderimpfungen wolle man
vulnerable Kinder und solche, die mit vulnerablen Personen unter einem Dach leben, prioritär impfen. Mit den Impfungen soll ab Dienstag, den 14. Dezember begonnen werden.
Als vulnerabel gelten Kinder, die beispielsweise in einer Chemotherapie sind, Atemprobleme aufweisen, unter Herzproblemen oder Diabetes leiden und solche mit krankhaftem Übergewicht, so die Kinderärztin. Die genaue Liste kann im
Gutachten des Conseil Supérieur des Maladies Infectieuses (in französisch) nachgelesen werden.
Luxemburg soll 18.000 Dosen Impfstoff für Kinder in den kommenden Tagen geliefert bekommen, für den Monat Januar sind weitere 12.000 Dosen eingeplant.
Ob Omikron für Kinder gefährlicher sei als die anderen Coronaviren, können man zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht mit Bestimmtheit sagen, so De La Fuente auf Journalistennachfrage.
Teddy Jaans