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Podiumsdiskussion am Samstag: "Impf'o'Day - Dir frot, mir äntweren"

13:22
11.12.2021
Wirklich gut besucht war die Infoveranstaltung der Santé im Athenäum am Campus Geeseknäppchen in der Hauptstadt am Samstag nicht. Dennoch standen die Experten den Anwesenden Rede und Antwort. Zu den eingeladenen Pdiumsgästen gehörten unter anderem: Dr. Charles Benoy, Dr. Isabel De La Fuente Garcia, Dr. Thomas Dentzer, Dr. Claude Muller, Dr. Jean-Claude Schmit, Dr. Gérard Schockmel und Annick Schons (Krankenpflegerin). Die Konferenz von 13 bis 14:30 Uhr richtete sich an die breite Öffentlichkeit. 

Neben Nachfragen wegen persönlichen Krankheiten, wurde auch Fragen zur dritten Impfung gestellt. Diese seien doch nicht im Voraus von der Regierung angekündigt gewesen, so ein Fragesteller aus dem Publikum. Doch für die Experten war klar, dass die erste und zweite Dosis zu nah beieinanderlagen. Aus diesem Grund habe der Körper nicht den vollen Impfschutz aufbauen können. Wäre als Beispiel bei AstraZeneca der Abstand zu beiden Impfungen drei Monate gewesen, statt nur wenigen Wochen, hätte der Körper weit mehr Abwehrkörper aufbauen können. 

Diese dritte Impfung sei aus diesem Grund auch kein sogenannter "Booster", sondern eher Standard. Denn bei vielen klassischen Impfungen (wie Kinderlähmung) seien mindestens drei Piks notwendig, um den vollen Impfschutz zu erhalten. Für die Experten war aus diesem Grund klar, dass nur die Impfungen Menschenleben retten könnten.

Jeff Wiltzius

Lenert: "Thema Impfpflicht ist noch nicht vom Tisch"

12:21
11.12.2021
Es sei noch zu früh, um über eine allgemeine Impfpflicht zu sprechen, denn noch hoffe die Regierung auf die Vernunft der Bevölkerung sich weiter impfen zu lassen. Allerdings könne es sein, dass künftig in verschiedenen Berufsgruppen die Impfung zur Pflicht werde, sagte Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) im Interview bei RTL am Samstag.

Die allgemeine Impfpflicht sei ein Reizthema, über das in diesen Tagen nicht gesprochen werden soll. Dies um die Menschen nicht weiter zu polarisieren und zu spalten, so die Ministerin. Am vergangenen Samstag kam es zu größeren Ausschreitungen bei Anti-Corona-Demos in der Hauptstadt.

Auch die Corona-Steuer sei laut Vize-Premier und Parteikollege Dan Kersch noch nicht vom Tisch. So soll die LSAP im Februar kommenden Jahres neue Vorschläge unter anderem auch zur Vermögenssteuer, Spekulationssteuer und Erbschaftssteuer vorstellen. "In der Pandemie gab es einige Menschen, die sehr viel Geld verdienten, andere weniger. Da ist der Gedanke nah, dass Erstere für eine gewisse Zeit mehr Zahlen müssen. Da gibt es viele Möglichkeiten, das einzuführen", sagte Kersch. 

Dan Kersch tritt am Januar aus der Regierung aus und wechselt ins Parlament. Fraktionschef Georges Engel wird Kerschs Nachfolger.

Jeff Wiltzius