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Corona-Inzidenz in Deutschland leicht gesunken

08:20
01.12.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Deutschland zum zweiten Mal in Folge gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 442,9 an.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 67.186 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.55 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 66.884 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 446 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 335 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5.903.999 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt oder gemeldet werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 5,73 an (Montag: mit 5,52). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwoch mit 4 937 600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 101 790.

Jeff Wiltzius

Fast-Kanzler Olaf Scholz für Impfpflicht in Deutschland

07:12
01.12.2021
Olaf Scholz fordert eine Impfpflicht in Deutschland. Er sei für eine Bundestagsabstimmung, sagte der künftige Bundeskanzler bei der Boulevardzeitung "Bild" am Dienstag.

Noch im September war Scholz bei einer Debatte im Bundestag anderer Meinung. "Es geht darum mit einer sehr ernsten Lage ernst umzugehen", so der Politiker. "Wir haben immer darauf gesetzt zu überzeugen. Und wenn wir jetzt eine Impfquote hätten, die bei 80 Prozent läge (...), dann wäre es eine ganz andere Situation und ich hätte meine Meinung nicht geändert." Sein Vorschlag für die allgemeine Impfpflicht ziele auf „Ende Februar oder Anfang März“. sagte Scholz weiter.

Jeff Wiltzius

Rheinland-Pfalz verschärft Maßnahmen

20:26
30.11.2021
Angesichts zunehmender Infektionen verschärft Rheinland-Pfalz die Corona-Maßnahmen. Von Samstag an dürfen Ungeimpfte nur noch Angehörige des eigenen Haushalts oder eine weitere Person treffen, wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag in Mainz mitteilte. Noch nicht geimpft sind nach Schätzung von Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) rund 750.000 Rheinland-Pfälzer ab zwölf Jahren. Auch dürfe es „Bilder voller Bundesligastadien einfach nicht mehr geben“, sagte Dreyer und kündigte dazu eine neue Regelung an, „die möglichst bundeseinheitlich sein soll“.

Das Impfen werde jetzt weiter forciert, kündigte Dreyer an. Der Impfschutz halte doch nicht so lange an, „wie man das erhofft hat“. In Rheinland-Pfalz habe es in der vergangenen Woche 212.500 Impfungen gegeben. „Unser Ziel ist es, diese in den kommenden Wochen zu verdoppeln.“ Noch vor Weihnachten sollen rund 1,5 Millionen geschafft werden.

Das Portal zur Registrierung für die Impfung von Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren steht laut Dreyer ab Mittwoch offen. „Wir werden mit den Kinderimpfungen auch noch vor Weihnachten beginnen, sobald der Impfstoff zur Verfügung steht.“ 

Von Samstag an wird in Rheinland-Pfalz die 2G-plus-Regel ausgeweitet: In Innenräumen, in denen keine Maske getragen werden kann, müssen dann auch geimpfte Personen einen gültigen negativen Test vorlegen. Dies gilt etwa für Restaurants, Hotels und Sport in Innenräumen. In der Gastronomie und im Fitnessstudio seien dabei Selbsttests unter Aufsicht möglich, erklärte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD). Ansonsten gilt weiter die 2G-Regel, etwa beim Friseur.

Wieder eingeführt wird auch die Personenbegrenzung in Geschäften: Auf einer Fläche von zehn Quadratmetern ist nur ein Kunde oder eine Kundin zugelassen. Für Gottesdienste in geschlossenen Räumen bleibt es bei der 3G-Regelung mit Abstandsgebot und Maskenpflicht. Bei Großveranstaltungen und dem Zutritt zum Einzelhandel nur für 2G werde sich Rheinland-Pfalz an die bundesweiten Beschlüsse halten, damit es keine unterschiedlichen Regeln in Nachbarbundesländern gebe, sagte Dreyer.

Weihnachtsmärkte seien unter „den strengen Auflagen“ 2G und Maske weiter möglich. „Viele Weihnachtsmärkte haben schon von sich aus gesagt, wir machen zu.“ Sie sehe derzeit keine Notwendigkeit das „komplett zu verbieten“, sondern traue den Oberbürgermeistern und Landräten den Umgang damit zu, sagte die Regierungschefin. 

Zu der neuen Virusvariante Omikron gibt es laut Hoch bislang keinen DNA-Nachweis in Rheinland-Pfalz. Dies sei aber nur eine Frage der Zeit. „Wir gehen davon aus, dass die Omikron-Variante präsent ist - ob sie sich durchsetzt, werden erst die nächsten Wochen zeigen.“

Tom Rüdell