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Niederlande fordert Reisende aus dem südlichen Afrika zu Tests auf

11:35
27.11.2021
Die niederländische Gesundheitsbehörde hat alle seit dem vergangenen Montag aus dem südlichen Afrika eingereisten Personen aufgefordert, sich umgehend auf das Coronavirus testen zu lassen. Die Aufforderung erging am Samstag, nachdem am Vortag auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol bei 61 von rund 600 Passagieren aus Südafrika eine Corona-Infektion festgestellt worden war. Ob es sich dabei um die neue Omikron-Variante (B.1.1.529) handelte, war zunächst noch unklar.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Omikron-Variante als „besorgniserregend“ eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte.

Die in Amsterdam getesteten Reisenden waren mit Maschinen der Fluggesellschaft KLM aus Kapstadt und Johannesburg gekommen. Für alle positiv getesteten Reisenden gelte eine Quarantäne-Pflicht, erklärte Gesundheitsminister Hugo de Jonge. Zudem haben die Niederlande Nicht-EU-Bürgern die Einreise aus Ländern des südlichen Afrika untersagt. Dies gilt für Botsuana, Lesotho, Mosambik, Namibia, Simbabwe, Südafrika und Swasiland, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Niederländer dürfen bislang noch ins südliche Afrika fliegen, müssen sich aber nach der Rückkehr in Quarantäne begeben. KLM fliegt zunächst weiter nach Südafrika. 

Tom Rüdell

Saarland: Mehr als 600 neue Fälle

11:34
27.11.2021
(dpa/lrs) - Im Saarland sind binnen eines Tages 625 neue Corona-Fälle hinzugekommen. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche, stieg von 438,8 auf nunmehr 441,5, wie aus Daten des Berliner Robert Koch-Instituts vom Samstag (Stand: 3.10 Uhr) hervorging. Die Zahl der Todesfälle stieg um fünf auf nunmehr 1113 seit Beginn der Pandemie. Als aktiv infiziert gelten im Saarland derzeit nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums 7255 Personen.

Nach Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vom Samstag lagen im Saarland 54 Patienten auf Intensivstationen, 22 von ihnen mussten invasiv beatmet werden (Stand 27.11.2021, 10.05 Uhr). Am Freitag hatte das Ministerium die Hospitalisierungsrate mit 3,25 angegeben (Stand: 26.11.2021, 11.00 Uhr).

Tom Rüdell

EU-Gesundheitsbehörde sorgt sich um Omicron-Folgen für Impfschutz

22:06
26.11.2021
Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC sorgt sich um mögliche Auswirkungen der zunächst im südlichen Afrika aufgetretenen Corona-Variante Omicron auf den Impfschutz. B.1.1.529 sei die am stärksten abweichende Variante, die bislang während der Pandemie in umfassenden Zahlen entdeckt worden sei, teilte die in Stockholm ansässige Behörde am späten Freitagabend in einer Einschätzung zur Bedrohungslage durch die neue Virus-Variante mit. Dies wecke ernsthafte Sorgen, dass sie die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte.


Laut ECDC verfügt die Omicron genannte Variante B.1.1.529 verglichen mit dem Ursprungsvirus über eine große Anzahl Genmutationen. Es gebe zwar noch größere Unsicherheiten hinsichtlich der Übertragbarkeit, der Wirksamkeit der Impfstoffe und des Wiederansteckungsrisikos. Dennoch hält die Behörde die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Einschleppung und Verbreitung der Variante im Europäischen Wirtschaftsraum für hoch. 

Teddy Jaans