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Impfappell des deutschen Gesundheitsministers

13:28
22.11.2021
Den Menschen in Deutschland steht nach Einschätzung von Gesundheitsminister Jens Spahn genug Corona-Impfstoff für alle Auffrisch-, Erst- und Zweitimpfungen in diesem Jahr zur Verfügung.

Dabei wirke der Moderna-Impfstoff genauso gut und habe genauso wenig Nebenwirkungen wie der von Biontech/Pfizer, betonte Spahn im Schulterschluss mit Wissenschaftlern am Montag in Berlin. „Moderna ist ein guter, sicherer und sehr wirksamer Impfstoff“, sagte der geschäftsführende Minister. Ein Großteil der Booster-Impfungen werde aber mit dem von vielen Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland bevorzugten Impfstoff von Biontech vorgenommen werden können.

Das deutsche Gesundheitsministerium hatte in einem Schreiben an die Bundesländer für die nächsten Wochen Begrenzungen bei Bestellmengen für den Biontech-Impfstoff angekündigt. Dafür soll das Präparat von Moderna bei den Auffrischungsimpfungen vermehrt zum Einsatz kommen. Zur Begründung wurde auch darauf verwiesen, dass andernfalls eingelagerte Moderna-Dosen zu verfallen drohten. Aktuell mache der Impfstoff von Biontech über 90 Prozent der Bestellungen aus.

Der Minister und die anwesenden Wissenschaftler betonten erneut, dass sich alle impfen lassen sollten. „Wahrscheinlich wird am Ende dieses Winters so ziemlich jeder in Deutschland (…) geimpft, genesen oder gestorben sein“, sagte Spahn. Immunität werde immer erreicht - entweder durch Infektion oder Impfung. „Wir empfehlen die Impfung.“

Jörg Tschürtz

Tui: Wintersaison trotz Corona in Fahrt

13:27
22.11.2021
Ungeachtet neuer Corona-Rückschläge für den Tourismus wie dem Lockdown in Österreich und Warnhinweisen für mehrere Länder erwartet Tui ein relativ stabiles Wintergeschäft. Viele Urlaubsorte, die man vor einem Jahr noch aus dem Programm nehmen musste, seien wieder buchbar - und würden auch nachgefragt. „Anders als im vergangenen Winter können derzeit fast alle Flugziele bereist werden“, sagte Tui-Deutschland-Chef Stefan Baumert am Montag. „Die Wintersaison hat entsprechend Fahrt aufgenommen.“

Der größte Reisekonzern setzt dabei auch auf Gewöhnungseffekte unter den Kunden. Inzwischen sei die Bereitschaft zu regelmäßigem Testen oder zum Nachweis des Impfstatus kein großes Problem mehr, erklärte Baumert. Virologen und Gesundheitspolitiker weisen jedoch auf die nach wie vor bestehenden Impflücken in manchen Regionen hin. Für viele Kreuzfahrten und Gruppenreisen führte Tui 2G ein - also eine Begrenzung auf Geimpfte und Genesene. „Ansonsten ist unsere Politik, dass wir die lokalen Regelungen in den einzelnen Ländern umsetzen.“

Bei den Winterbuchungen liegen laut Baumert klassische Ziele wie die Kanaren vorn. Viele Kunden entschieden sich weiter recht kurzfristig. Man könne aber erkennen, „dass während der trüben Tage zu Hause der Wunsch nach Sonne und Strand stetig steigt“. Potenzial hätten auch die Kapverden, in Ägypten sieht Tui „erhebliche Nachholeffekte“. Bei den Fernzielen seien die Malediven, die Dominikanische Republik und die Vereinigten Arabischen Emirate mit Dubai auf den ersten drei Plätzen. Thailand (Rang sieben) öffne sich „Schritt für Schritt“.

Eine Zitterpartie für Teile der Branche könnte die jetzt anlaufende Skisaison werden. Tui betonte, mit insgesamt gut 2000 Unterkünften in der Sparte „gut gerüstet“ zu sein. Stark verschärfte Pandemie-Regeln im Zuge des österreichischen Lockdowns dürften nach Einschätzung des Deutschen Reiseverbands viele Betriebe treffen - Pauschalveranstalter seien hier aber nicht so abhängig wie beim Sommergeschäft. Es gebe zudem die Hoffnung, dass die Saison nach dem Lockdown-Ende ab Mitte Dezember und damit pünktlich vor Weihnachten noch rechtzeitig starte.

„Die österreichischen Winterziele werden weiterhin gut gebucht, ebenso die Schweiz“, hieß es bei Tui zum Zwischenstand. Baumert sagte: „Die Hauptbuchungen sind nicht betroffen. Insofern bin ich zuversichtlich, dass die Skisaison in Österreich stattfinden kann.“ Derzeit nehme er nicht an, dass Ausweichquartiere in größerem Umfang nötig werden. „Teilweise, ja. Aber da brauchen wir keinen Abgesang.“

Jörg Tschürtz