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Rheinland-Pfalz will mit Lotsen die Impfquote steigern

07:40
20.11.2021
Rheinland-Pfalz will die Impfquote gegen das Coronavirus mit sogenannten Lotsen steigern. „Es gibt viele Unentschlossene und Uninformierte oder Menschen mit Ängsten, die die Informationen nur schwer einordnen und daraus Schlüsse für sich ziehen können“, sagte Birgit Kahl-Rühter von der Landeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (LZG) der Deutschen Presse-Agentur.

Die LZG sei über den Einsatz solcher Helfer und Helferinnen mit den Kommunen im Gespräch. Denn diese wüssten am besten, welche Orte und Quartiere für Impflotsen infrage kämen, und welche Zielgruppen angesprochen werden sollten. Die Impfungen sollten dann mit Unterstützung der Kassenärztlichen Vereinigung und dem öffentlichen Gesundheitsdienst möglichst bald nach dem Gespräch - also etwa ein, zwei Tage später - gesetzt werden.

Minimum sei ein Impflotse oder eine Impflotsin pro Kommune und Kreis, sagte Kahl-Rüther. Sie könnten voraussichtlich ab Mitte Dezember starten. Als Impflotse könnten beispielsweise Mitarbeiter aus dem Projekt soziale Stadt, Integrationshelfer oder Fachkräfte für Langzeitarbeitslose fortgebildet werden. Geplant seien zwei- bis dreistündige Online-Fortbildungen vor Beginn des Einsatzes und danach nach Bedarf. Dabei solle es neben medizinischen Kenntnissen wie Infektionsrisiken und der Impfung selbst auch um Methoden der Gesprächsführung gehen.

Jeff Wiltzius

Verletze nach Schüssen bei Demo gegen Corona-Regeln in Rotterdam

22:16
19.11.2021
Bei Ausschreitungen in Rotterdam bei einer Kundgebung gegen schärfere Corona-Regeln hat es nach Schüssen der Polizei Verletzte gegeben. „Es gibt Verletzte in Zusammenhang mit den abgegebenen Schüssen“, teilte die Polizei in Rotterdam am späten Freitagabend mit. Wie viele Menschen verletzt wurden, war zunächst nicht bekannt. Zuvor hieß es, Beamte hätten mehrere Warnschüsse abgegeben. Ein Wasserwerfer sei im Einsatz. Bei dem Protest von Hunderten Menschen kam es zu Brandstiftungen, Feuerwerkskörper wurden abgefeuert und Polizisten und Feuerwehrleute mit Gegenständen beworfen.

Wie der Sender NOS berichtete, wurde mindestens ein Polizeiauto in Brand gesetzt, andere wurden beschädigt. Feuerwehrleute und Polizisten wurden mit Gegenständen beworfen. Auf Bildern waren Brände auf dem Bürgersteig zu sehen, Stühle wurden geworfen und Müllcontainer auf die Straße geschoben. Ein Streifenwagen stand lichterloh in Flammen. Der Zugverkehr von und nach Rotterdam sei wegen der Krawalle bis auf weiteres eingestellt worden, teilten die Niederländischen Eisenbahnen mit. Es gebe keine Ersatzbusse.

Die Kundgebung, zu der mehrere Organisationen aufgerufen hatten, richtete sich gegen Pläne der Regierung, angesichts der sich verschärfenden Corona-Lage eine 2G-Regel einzuführen. Zugang zu Veranstaltungen, Cafés und Restaurants erhielten dann nur noch Geimpfte und Genesene. Nachdem im Januar eine Ausgangssperre in den Niederlanden verhängt worden war, hatte es bereits schwere Krawalle in etlichen Städten mit Millionenschäden gegeben.

Tom Rüdell