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Johnson & Johnson liefert nach EU-Angaben weniger als geplant

11:37
16.06.2021
Der US-Hersteller Johnson & Johnson kann nach Angaben der EU-Kommission sein Lieferziel für Corona-Impfstoff bis Ende Juni nicht einhalten. Die den EU-Staaten zugesagte Menge von 55 Millionen Dosen im zweiten Quartal werde nicht erreicht, sagte ein Kommissionssprecher am Mittwoch in Brüssel. Wie viel geliefert werde, könne er noch nicht sagen. Der Sprecher bekräftigte aber das Ziel, bis Ende Juli insgesamt genug Corona-Impfstoff verschiedener Hersteller zu haben, damit 70 Prozent der Erwachsenen in der EU geimpft werden können.

Der Impfstoff von Johnson & Johnson ist wichtig für die europäische Impfkampagne, weil anders als bei anderen Vakzinen eine Dosis für den vollen Impfschutz ausreicht. Sehr seltene Thrombosefälle bei Geimpften hatten kritische Fragen aufgeworfen, doch hat der Impfstoff weiter die uneingeschränkte Zulassung durch die EU-Arzneimittelagentur EMA.

Sarah Cames

Saarländischer Ministerpräsident: Wir sind noch nicht auf der sicheren Seite

11:11
16.06.2021
Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat vor der Gefahr einer erneuten Ausbreitung des Corona-Virus gewarnt. „Wir sind noch nicht durch. Wir sind noch nicht auf der sicheren Seite“, sagte er am Mittwoch im Landtag in Saarbrücken. Zugleich kündigte er „selbstverständlich weitere Öffnungsschritte voraussichtlich im Zwei-Wochen-Rhythmus“ für den Fall einer gleichbleibende Infektionslage in den kommenden Wochen an.

Hans verwies darauf, dass die sehr viel ansteckendere Delta-Variante des Corona-Virus sich ausbreite und beispielsweise in Luxemburg bereits in mehr als 16 Prozent der untersuchten Proben aufgetaucht sei. „Die Pandemie ist trotz der positiven Entwicklung in den letzten Wochen längst noch nicht überwunden“, sagte der Ministerpräsident. Ein Drittel der Menschen im Saarland habe mittlerweile den kompletten Impfschutz, 50 Prozent hätten die Erstimpfung. „Der Rest bildet aber immer noch eine hinreichend kritische Masse, in der sich das Virus jederzeit wieder vermehrt ausbreiten kann.“

Falls die Pandemie zurückkehren sollte, werde „das Saarland-Modell als Steuerungsmodell wohl noch eine gute Zeit lang gefragt sein“. Dieses seit dem 6. April laufende Modell, das auf Öffnungen auf der Basis von Schnelltests setzt, habe entgegen manch anderslautender Vorhersagen funktioniert, sagte Hans. „Es hat das Infektionsgeschehen zurückgeführt und mehr Freiheitsrechte zugelassen.“ Daher gelte auch für den Fall einer erneuten Pandemiewelle weiterhin der Grundsatz des Saarlandmodells: „Wir werden weiter viel testen, Infektionsketten unterbrechen und auch möglichst viel offenhalten.“

Sarah Cames