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Österreichische Bundesländer verschärfen Regeln

13:21
31.10.2021
Als sechstes der neun österreichischen Bundesländer hat Niederösterreich am Samstag eine Verschärfung der Corona-Regeln für Ungeimpfte angekündigt. In Restaurants und Bars sowie bei größeren Veranstaltungen erhalten ab 8. November nur noch Genesene und Geimpfte Zutritt, wie die Behörden am Samstag berichteten. Auch ein negativer Test reicht dann bei Ungeimpften nicht mehr aus. Vielerorts wird zudem das Tragen einer FFP2-Maske etwa in Einkaufszentren oder Markthallen vorgeschrieben. Die Kontrollen sollen verschärft werden.

Zuvor hatten am Freitag Tirol, Oberösterreich und Kärnten, davor Steiermark und Wien ähnliche Maßnahmen verhängt oder angekündigt. Damit soll verhindert werden, dass die Krankenhäuser, in denen die Zahl der Corona-Infizierten deutlich gestiegen ist, an den Anschlag kommen. Die Bundesländer verhängen damit schärfere Maßnahmen, als die Bundesregierung bislang vorgegeben hat. Der Bürgermeister von Wien, Michael Ludwig forderte bundesweit einheitliche Regelungen. Das Burgenland, Salzburg und Vorarlberg haben noch nicht angekündigt, dass sie ihre Corona-Regeln für Ungeimpfte verschärfen wollen.

Am Sonntag wurden innerhalb von 24 Stunden 5684 Corona-Infektionen gemeldet. Eine Woche vorher waren es 3624 gewesen. Innerhalb von sieben Tagen wurden auf 100.000 Einwohner berechnet 362,4 neue Infektionen gemeldet.

Tom Rüdell

Quarantäne für Einreisende nach Neuseeland fällt weg

08:18
31.10.2021
Reisen von Neuseeland nach Australien sind ab Montag wieder ohne Pflicht zur anschließenden Quarantäne möglich. Von der Rückkehr zu diesem erleichterten Reisemodus verspreche man sich einen kräftigen Schub für die Tourismusbranche, erläuterte Australiens Handelsminister Dan Tehan am Sonntag. Um ohne Quarantänepflicht nach Australien einreisen zu dürfen, müssen Passagiere aus Neuseeland vollständig gegen das Coronavirus geimpft sein und vor Abreise einen negativen PCR-Test vorlegen, der höchstens 72 Stunden alt sein darf.

Die zwei Inselstaaten hatten im April einen beidseitigen Korridor für quarantänefreies Reisen geschaffen - die „Trans-Tasman bubble“. Diese wurde im Juli wegen steigender Corona-Zahlen in Australien ausgesetzt. Ob Neuseeland die Vorschriften für Reisende aus Down Under nun gleichermaßen wieder lockern wird, war zunächst unklar. Offen ist auch, wann Touristen aus aller Welt wieder nach Australien reisen können.

Ab Montag dürfen zudem - wie bereits zuvor angekündigt - vollständig geimpfte australische Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz auf dem fünften Kontinent wieder freier reisen. Viele im Ausland lebende Australier konnten seit Pandemiebeginn nicht mehr in die Heimat reisen und Verwandte und Freunde besuchen, weil die Kosten für Flüge und Quarantäne extrem hoch und die Genehmigungen schwer zu bekommen waren. Umgekehrt saßen die rund 25 Millionen Einwohner Australiens weitgehend im Land fest, ohne Möglichkeit von Auslandsaufenthalten.

Sowohl Australien als auch Neuseeland verfolgten lange eine Null-Covid-Strategie und hielten ihre Außengrenzen für internationalen Reiseverkehr weitgehend geschlossen. Letztlich mussten sie aber einräumen, dass selbst diese drastische Strategie langfristig nicht die erhoffte Wirkung zeigte.

Seit Beginn der Pandemie wurden in Australien rund 165.000 Corona-Infektionen und mehr als 1700 Tote in Verbindung mit Covid-19 bestätigt. Gemessen an den 25 Millionen Landesbewohnern lag die Quote deutlich höher als in Neuseeland, wo man das Virus weitaus besser im Griff hatte. Dort kamen bislang auf fünf Millionen Einwohner nur etwa 6000 nachgewiesene Infektionen und 28 Todesfälle.

Tom Rüdell