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Portugal bekommt als erstes EU-Land Bescheid über Corona-Hilfen

09:55
16.06.2021
Portugal soll am Mittwoch als erstes EU-Land seinen Bescheid über Corona-Hilfen aus dem milliardenschweren europäischen Aufbaufonds bekommen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen brach am Morgen in Brüssel auf, um den Beschluss persönlich nach Lissabon zu bringen. Das zeitweise schwer von der Pandemie getroffene südeuropäische Land hatte 13,9 Milliarden Euro an Zuschüssen und 2,7 Milliarden Euro als Kredit aus dem Aufbaufonds RRF beantragt.

Der Fonds ist das Herzstück des im Sommer 2020 vereinbarten Corona-Aufbauprogramms Next Generation EU im Umfang von 750 Milliarden Euro - angepasst an die Inflation beträgt die Summe sogar rund 800 Milliarden Euro. Das Geld soll helfen, die Wirtschaft nach der Pandemie wieder flott zu bekommen und gleichzeitig zu modernisieren. Einen Teil des Geldes gibt es als Zuschuss, einen weiteren Teil als Kredit. Finanziert wird das Programm über Schulden.

Von der Leyen hat angekündigt, alle 27 Mitgliedsstaaten zu besuchen, um die Aufbaupläne zu besprechen. Portugal und Spanien sind die ersten Stationen am Mittwoch, dann folgen Griechenland und Dänemark. Am Freitag wird Ursula von der Leyen in Luxemburg sein.

Sarah Cames

Berichte: Impfpflicht für Beschäftigte in englischen Pflegeheimen

08:06
16.06.2021
Für Beschäftigte in englischen Pflegeheimen soll es Berichten zufolge bald eine Corona-Impfpflicht geben. Das Personal solle einen Zeitraum von 16 Wochen bekommen, um sich impfen zu lassen oder ansonsten die eigene Anstellung verlieren, wie unter anderem der „Guardian“ und die „Times“ unter Berufung auf Regierungsquellen am Mittwoch berichteten. Möglicherweise könnte die Impfpflicht später auch auf medizinisches Personal im englischen Gesundheitsdienst ausgeweitet werden. Gesundheit ist in Großbritannien Ländersache.

Dem „Times“-Bericht zufolge sollen rund zehn Prozent der medizinischen Beschäftigten und sogar 16 Prozent des Personals in Pflegeheimen noch nicht gegen Corona geimpft sein, obwohl die Gruppen gleich zu Beginn der mittlerweile weit fortgeschrittenen Impfkampagne immunisiert wurden.

Die Labour-Partei und Gewerkschaften lehnen die Pläne ab - sowohl aus ethischen und rechtlichen Gründen als auch aus der Sorge, dass eine Impfpflicht den Personalmangeln in den systemrelevanten Berufsgruppen verschärfen könnte.

Sarah Cames