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Tote und Chaos vor Notaufnahmen in England

09:49
28.10.2021
Wegen stundenlanger Wartezeiten vor Notaufnahmen sind in England zuletzt mindestens zwei Patienten gestorben. Interne Dokumente, aus denen die Nachrichtenagentur PA am Donnerstag zitierte, zeichnen ein katastrophales Bild der Situation. In einem Brief fordert die Spitze des Gesundheitsdiensts NHS demnach, die Schlangen von Rettungswagen vor Notaufnahmen zu beenden und Ambulanzen nicht mehr als zusätzliche Warteräume zu benutzen. Das Risiko für die Patienten sei enorm, betonten der medizinische Direktor des NHS, Stephen Powis, und die Chefin des NHS-Notdiensts, Pauline Philip, in dem Schreiben, aus dem PA zitierte.

Eigentlich soll die Übergabe vom Rettungswagen an die Notaufnahme nicht mehr als 15 Minuten dauern. Grund für die enorme Belastung sei die Corona-Pandemie, sagte Martin Flaherty vom Verband der Rettungsdienstleister. Notfalleinrichtungen und Ambulanzen stünden unter enormem Druck, auch wegen Abstandsregeln sowie Mitarbeitern, die sich nach Kontakt mit Infizierten isolieren mussten. Seit April hat sich die Zahl der Wartezeiten für Rettungswagen fast verzehnfacht. Im September behandelten Notaufnahmen insgesamt 1,39 Millionen Menschen - so viele wie noch nie in einem Monat.

In der Stadt Worcester wurde eine Untersuchung eingeleitet, nachdem ein Patient während fünfstündiger Wartezeit in einem Krankenwagen vor der Tür des Worcestershire Royal Hospital gestorben war. In Cambridge starb eine Frau in einem ähnlichen Fall. Der NHS in der Region West Midlands um Birmingham erhöhte die Risikoeinschätzung für Verzögerungen bei der Übergabe an Notaufnahmen erstmals in seiner Geschichte auf die höchste Stufe. PA zitierte aus Dokumenten, laut denen ein Patient mehr als 13 Stunden von einer Krankenwagenbesatzung versorgt werden musste. Es habe mehrere Fälle gegeben, in denen „schwere Schäden“ bei Patienten auftraten.

Tom Rüdell

Es gibt 239 neue Infektionen in Luxemburg

15:05
27.10.2021
In den vergangenen 24 Stunden hat das Gesundheitsministerium 239 Neuinfektionen registriert. Dafür wurden 3.745 Test ausgewertet. Die Reproduktionszahl liegt bei 1,15, der Anteil der positiven Testergebnisse bei 6,39. 

Eine weitere Person ist an den Folgen des Coronavirus gestorben, die Gesamtzahl der Todesfälle erhöht sich somit auf 843. Zudem werden 37 Patienten derzeit mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt, davon neun auf der Intensivstation. Einer der Patienten sei laut Santé aus Belgien eingeliefert worden.

Ebenfalls die Zahl der verabreichten Impfdosen steigt um 2.392 auf insgesamt 808.801. Damit gelten 415.448 Menschen als komplett geimpft.

Jeff Wiltzius