Letztes Update:
20220420123121
YUI MOK / AFP

Ed Sheeran positiv getestet

04:20
25.10.2021
Wenige Tage vor dem Erscheinen seines neuen Albums ist der britische Popstar Ed Sheeran nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er sei in Quarantäne und folge den Richtlinien der Regierung, teilte der 30 Jahre alte Sänger am Sonntag auf Instagram mit. Daher könne er vorerst keine Termine persönlich wahrnehmen, sondern werde einige geplante Interviews und Auftritte von zu Hause aus machen. „Passt alle auf euch auf“, schrieb Sheeran.

Ob der Sänger gegen Covid-19 geimpft ist, blieb zunächst unklar. In einer Show des Moderators James Corden hatte Sheeran jedoch im Sommer mit einer abgewandelten Version seines Hits „Shape of You“ dafür geworben, sich impfen zu lassen.

Sheeran meldet sich in diesem Herbst mit einem neuen Album zurück. Am 29. Oktober soll seine fünfte Platte erscheinen - sie trägt den Titel „=“ („Equals“, auf Deutsch: gleich). Die daraus ausgekoppelte Single „Bad Habits“ war bereits ein großer Erfolg und Deutschlands Sommerhit.

Für 2022 plant der vierfache Grammy-Preisträger eine Konzerttournee, die ihn auch nach Deutschland bringen soll. Sheeran gehört zu den erfolgreichsten Musikern der Welt.

Tom Rüdell

Fußballer Joshua Kimmich: "Bedenken bei Impfung"

06:22
24.10.2021
Der deutsche Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich vom FC Bayern München hat mit seinen Aussagen zum Impfverzicht eine heftige Diskussion ausgelöst. Die Debatte weitet sich inmitten stark steigender Infektionszahlen und angesichts einer gesellschaftlichen Vorbildfunktion Kimmichs über die Fußball-Bundesliga und den Sport hinaus aus. „Ja, das stimmt“, sagte der 26-Jährige am Samstag nach dem 4:0-Erfolg gegen die TSG Hoffenheim auf die Frage des Sky-Reporters, ob er noch ungeimpft sei.

Er habe „persönlich noch ein paar Bedenken, gerade, was fehlende Langzeitstudien angeht“, sagte Kimmich. Die „Bild“ hatte zuvor berichtet, dass beim deutschen Rekordmeister aus München fünf Profis nicht gegen Covid-19 geimpft seien, einer von ihnen sei Kimmich.

„Die Diskussion gibt es ja im ganzen Land, das ist ja unabhängig von Personalien und wie die Menschen heißen, die geimpft oder ungeimpft sind“, sagte Teamkollege Thomas Müller. Die wissenschaftliche und auch seine Meinung sei, dass „das Impfen besser wäre“, sagte der 32-Jährige. Es sei ein schmaler Grat und auch eine „ethische, eine moralische Diskussion“, sagte der Münchner Nationalspieler und betonte: „Ich bin Impffreund und hoffe, dass die Spieler, die jetzt noch nicht geimpft sind, sich das vielleicht anders überlegen.“

Öffentlich sorgt der Impfverzicht Kimmichs nicht nur im Lichte der von ihm und seinem Nationalmannschafts- und Bayern-Kollegen Leon Goretzka ins Leben gerufenen Aktion „We Kick Corona“ (#wekickcorona), mit der sie Spenden für soziale Einrichtungen sammeln, für Erstaunen. Gegründet wurde die Hilfs-Vereinigung allerdings auch weit vor den ersten Impfungen.

„Bei 'We Kick Corona' ging’s ja darum, karitative Einrichtungen und gemeinnützige Zwecke zu unterstützen, die Personen unterstützen, die durch Corona in Not geraten sind. Wir haben ja auch an die Unicef Geld gespendet, die dann Impfstoff zur Verfügung stellen“, führte Kimmich bei Sky aus. „Da geht es ja darum, dass es Länder gibt, die keinen Zugang zum Impfstoff haben. Ich denke, jeder sollte für sich die Entscheidung treffen.“

Auch die Tatsache, dass Zuschauer nur unter strengen Corona-Auflagen in die Bundesliga-Stadien dürfen, dass die Bayern ihren Spielern eine Impfung empfehlen oder dass in anderen Sportarten wie der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA ungeimpfte Sportler in bestimmten Städten nicht am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen dürfen, befeuert die kontroverse Debatte.

„Der FC Bayern empfiehlt, sich impfen zu lassen, genauso wie ich persönlich, um unter anderem vielleicht allen ein normaleres Leben zu ermöglichen“, sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic über den Rat des Vereins. Aber weil es in Deutschland keine Impfpflicht gebe, habe der Verein „die Empfehlung ausgesprochen und jeder darf das selber entscheiden“.

Er finde es schade, dass es in der Auseinandersetzung mit der Thematik „nur noch geimpft oder nicht geimpft“ gebe, sagte Kimmich bei seiner Positionierung am Sky-Mikrofon. „Und nicht geimpft bedeutet dann oftmals gleich, dass man Corona-Leugner oder Impfgegner ist. Aber ich glaube, es gibt auch ein paar andere Menschen zu Hause, die einfach ein paar Bedenken haben, was auch immer die für Gründe haben. Und ich finde, auch das sollte man respektieren. Vor allem, so lange man sich an die Maßnahmen hält“, sagte Kimmich.

Er sage nicht kategorisch, dass er sich „überhaupt nicht impfen lasse“. Es sei „auch sehr gut möglich, dass ich mich in Zukunft impfen lasse“, betonte Kimmich. Für den Moment jedoch bietet das hochemotionale Thema Gesprächsstoff.

Jörg Tschürtz