Letztes Update:
20220420123121

Mehr Sterbefälle 2020 in Rheinland-Pfalz

09:16
08.06.2021
Im Corona-Jahr 2020 sind in Rheinland-Pfalz deutlich mehr Menschen gestorben. Die Zahl der Sterbefälle sei im Vergleich zum Vorjahr um 1.550 (3,3 Prozent) auf 49.169 gestiegen, teilte das Statistische Landesamt am Dienstag in Bad Ems mit. Im Mortalitätsregister seien 2020 insgesamt 1600 Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen registriert, die unmittelbar an einer Covid-19-Erkrankung gestorben seien.

Auch Luxemburg verzeichnete im vergangenen Jahr eine Übersterblichkeit. Laut Statec lag die Sterblichkeit im Jahr 2020 rund 5,8 Prozent höher, als man es sich nach einem milden Winter hätte erwarten können.

Die Zahl der Neugeborenen legte in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr um 459 (1,2 Prozent) auf 37.632 zu. Unterm Strich überstieg die Zahl der Gestorbenen die Zahl der im Jahresverlauf Geborenen um rund 11.500. Im Regionalvergleich der kreisfreien Städte wurden lediglich in Mainz mehr Kinder geboren als Menschen starben.

Wegen der verfügten Beschränkungen in der Corona-Pandemie habe es 2020 deutlich weniger Eheschließungen gegeben, teilten die Statistiker mit. Die Zahl der Trauungen sank um mehr als 1900 (minus 9,2 Prozent) auf 18.909. Darunter seien 474 gleichgeschlechtliche Paare gewesen, die den Bund fürs Leben schlossen.

Jeff Wiltzius

Bericht: Personalengpässe gefährden britische Gesundheitsversorgung

07:48
08.06.2021
Die Erschöpfung bei Mitarbeitern in den britischen Gesundheits- und Pflegediensten haben laut einem Bericht des zuständigen Parlamentsausschusses in London ein alarmierendes Niveau erreicht. „Der Burnout beim Personal quer durch den (Gesundheitsdienst) NHS und das Pflegesystem stellt ein außerordentlich gefährliches Risiko für das künftige Funktionieren beider Dienste dar“, sagte der Ausschussvorsitzende und ehemalige Gesundheitsminister Jeremy Hunt am Dienstag einer Mitteilung zufolge.

Das britische Gesundheitssystem wird anders als in Deutschland nicht über Beiträge der Versicherten, sondern durch von der Regierung jährlich festgelegte Beträge finanziert. Der Gesundheitsdienst NHS leidet seit Jahren unter Personalmangel und knappen Mitteln. Die Pandemie habe dieses Problem nun noch verstärkt, so der Bericht.

Nur eine langfristige Personalplanung über fünf bis zehn Jahre könne das Problem lösen, hieß es in dem Bericht weiter. Bislang sei die Planung nicht vom Bedarf und der benötigten Kapazität bestimmt, sondern vom Umfang der vorgesehenen Mittel. Das sei im besten Falle „undurchsichtig“, im schlechtesten Fall „verantwortlich für die inakzeptablen Druck auf die Mitarbeiter“.

Sarah Cames