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Corona führt zu mehr illegaler Prostitution

04:55
04.10.2021
Die Corona-Zeit hat viele Prostituierte in Deutschland in die Illegalität abwandern lassen. Hedwig Christ von der Beratungsstelle Kassandra in Nürnberg betrachtet das mit Sorge: „Wir hören von Frauen, die illegal arbeiten, dass die Kunden mehr verlangen.“

Andere Prostituierte wollten sich nach den Erfahrungen in den vergangenen beiden Jahren jetzt beruflich verändern und einen krisenfesten Job suchen. Trotz der Lockerungen der Corona-Maßnahmen in allen Bundesländern sind viele Prostitutionsstätten nach Angaben des Berufsverbands erotische und sexuelle Dienstleistungen nach wie vor geschlossen, weil die Geschäfte zu schlecht liefen oder Prostituierte fehlten. 

Teddy Jaans

Neuseeland nach drei neuen Fällen wieder im Lockdown

15:48
03.10.2021
Nach drei neuen Corona-Infektionsfällen gelten ab diesem Montag in Teilen Neuseelands wieder strengere Beschränkungen im Alltagsleben. Premierministerin Jacinda Ardern erklärte am Sonntag, es seien drei Fälle außerhalb der Millionenstadt Auckland auf der Nordinsel festgestellt worden. Die verschärften Regeln in den betroffenen Gebieten gelten mindestens fünf Tage. So müssen die Unternehmen auf kontaktlosen Handel umstellen. Bildungseinrichtungen müssen zumachen, sofern sie wegen der Schulferien nicht ohnehin geschlossen sind.

Ardern forderte die Neuseeländer zugleich auf, sich so bald wie möglich impfen zu lassen. Etwa 78 Prozent der berechtigten Bevölkerung des Landes haben ihre erste Impfdosis erhalten, 46 Prozent sind vollständig geimpft. Bei einer höheren Impfquote hätte man wahrscheinlich auf neuerliche Beschränkungen verzichten können, betonte sie.

Für Auckland selbst waren bereits Einschränkungen verhängt worden, nachdem am 18. August ein einziger Corona-Infektionsfall entdeckt worden war. Die Stadt galt als Hochburg des damaligen Ausbruchs der Delta-Variante in dem Pazifikstaat. Mittlerweile wurde dort mit sinkenden Zahlen etwas gelockert.

Neuseeland gilt weltweit als Vorzeigestaat im Kampf gegen das Virus und verfolgt eine sogenannte Null-Covid-Strategie. Bislang wurden rund 4000 Infektionsfälle bestätigt, 27 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

Zugleich kündigte die Regierung am Sonntag an, dass alle ausländischen Staatsangehörigen vom 1. November an bei Einreise vollständig geimpft sein müssten. Ausnahmen gebe es unter anderem für Flüchtlinge, sagte der Minister zur Eindämmung der Corona-Pandemie, Chris Hipkins. Allerdings sind Neuseelands internationale Grenzen seit März 2020 geschlossen, und nur vergleichsweise wenige Menschen können ins Land.

Tom Rüdell