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Queen-Drummer Roger Taylor nennt Impfgegner "erbärmlich"

09:53
01.10.2021
Queen-Schlagzeuger Roger Taylor (72) hat Impfgegner als „erbärmlich“ kritisiert. Er verstehe solche Menschen überhaupt nicht, sagte Taylor der britischen Nachrichtenagentur PA. „Es scheint aus purer Ignoranz sowie einer Portion Arroganz und den Verschwörungstheorien geboren zu sein.“ Impfungen würden „natürlich“ helfen, sagte Taylor. „Wir können uns glücklich schätzen, sie zu haben, damit unsere Körper das Virus bekämpfen können.“

Der Musiker nannte Impfpässe bei Großveranstaltungen eine „großartige Idee“. Er verstehe nicht, dass Veranstalter zögerten, den Impfstatus von Konzertbesuchern zu kontrollieren. „Es macht total Sinn, und diese Debatte über angebliche Einschränkung der Freiheitsrechte ist völliger Schwachsinn, wenn man doch ohnehin über sein Mobiltelefon und andere Methoden verfolgt werden kann.“

Taylor hat erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt ein Solo-Album veröffentlicht und will damit im Oktober in Großbritannien mehrere Konzerte geben. Auch gemeinsam mit Queen-Kollege Brian May und dem neuen Sänger Adam Lambert ist der Drummer noch häufig auf Tournee. „Ticktack, die Zeit rast nur so, wenn man so alt ist wie Brian und ich“, sagte Taylor. „Wir werden älter, und wir werden es nicht mehr so lange machen können, deshalb wollen wir weitermachen, solange es noch geht.“

Tom Rüdell

Australien öffnet internationale Grenzen

04:30
01.10.2021
Australien wird im November erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder seine internationalen Grenzen öffnen. Vollständig geimpfte Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz dürfen dann wieder ins Ausland reisen. Bei ihrer Rückkehr müssen sie sieben Tage in häusliche Quarantäne statt wie bisher 14 Tage in Isolation in einer teuren Einrichtung. Das kündigte Premierminister Scott Morrison am Freitag an. Grund für die von Vielen lang ersehnte Lockerung sei, dass dann in den meisten Regionen des Landes eine Impfquote von mehr als 80 Prozent erreicht sei. Für Nicht-Geimpfte gelten die bisherigen Quarantäneregeln.

„Es ist Zeit, den Australiern ihre Leben wiederzugeben“, sagte der konservative Politiker. Die Menschen hätten „große Opfer“ gebracht, aber dadurch auch viele Leben gerettet. Die Behörden hatten vor eineinhalb Jahren die Grenzen des Landes komplett geschlossen und Australien weitgehend vom Rest der Welt abgeschottet. Sie verfolgten eine „Null-Covid-Strategie“, was bis zur Ausbreitung der Delta-Variante auch gut funktioniert hat. Lange genossen die Bürger viele Freiheiten, die in anderen Staaten undenkbar schienen.

Die Kehrseite: Viele Australier konnten seit Pandemiebeginn nicht mehr in die Heimat reisen und Verwandte und Freunde besuchen, weil die Kosten für Flüge und Quarantäne extrem hoch und die Genehmigungen schwer zu bekommen waren. Umgekehrt saßen die rund 25 Millionen Einwohner Australiens weitgehend im Land fest, ohne die Möglichkeit von Auslandsaufenthalten.

Die Regierung in Canberra arbeite zudem an der Möglichkeit von quarantänefreien Reisekorridoren mit verschiedenen Ländern, hieß es weiter. Mit dem Nachbarland Neuseeland gab es ab April bereits eine solche Regelung. Die so genannte „Trans-Tasman bubble“ wurde aber im Juli wieder gestoppt, nachdem Australien steigende Fallzahlen gemeldet hatte. Wann Touristen aus aller Welt wieder auf den fünften Kontinent reisen können, ist derweil noch unklar.

Australien hat bisher rund 105.000 Fälle verzeichnet. Rund 1200 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

Tom Rüdell