Letztes Update:
20220420123121

Kaum mehr Einschränkungen für 3G im Saarland ab Freitag

04:22
30.09.2021
Mit massiven Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen prescht das Saarland vor: Ab diesem Freitag gelten in dem kleinsten Flächenland der Republik praktisch keine Einschränkungen mehr für geimpfte, getestete oder genesene Personen (3G). Heißt konkret: Sie müssen in Restaurants, Kinos oder Diskotheken keine Maske mehr tragen - generell wird der bisher einzuhaltende Mindestabstand von 1,50 Meter von einem Muss in eine Empfehlung umgewandelt.

Nur noch im ÖPNV und im Einzelhandel gibt es auch für Geimpfte, Genesene und Getestete eine Maskenpflicht, es sei denn die Betreiber können dort die 3G-Nachweise kontrollieren. An den Universitäten sind an dem Wintersemester wieder Präsenzveranstaltungen ohne Masken und ohne Abstand möglich, wenn die Studenten nachweisen können, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Und: In Schulen entfällt die Maskenpflicht in den Gebäuden komplett.

Auch am Arbeitsplatz geht es nun ohne Pflicht zum Tragen einer Maske, wenn eben alle einen 3G-Nachweis haben. Auch Personal zum Beispiel in Restaurants muss dann keine Mund-Nasen-Bedeckung mehr tragen. Die Landesregierung ruft aber weiterhin zur Vernunft der Saarländer und zu einer allgemeinen Vorsicht auf. Die neue Freiheit nach dem „Saarland-Modell Plus“ gilt zunächst für 14 Tage.

Durchstarten kann nun auch wieder die Veranstaltungsbranche. Die Gästezahlen sind nicht mehr beschränkt. Und es gibt keine Beschränkung mehr auf eine Person pro fünf Quadratmeter. Damit soll in Clubs, Diskotheken und Restaurants auch im Inneraum ein wirtschaftlicher Betrieb wieder möglich werden. Im Privaten sind Kontaktbeschränkungen aufgehoben.

Die Saar-Regierung begründet die weitreichenden Lockerungen mit der hohen Impfquote und einer stabilen Infektionslage im Land. Laut Impfdashboard sind im Saarland bislang 70,8 Prozent der Bevölkerung (Stand Mittwoch) vollständig gegen Corona geimpft.

Jeff Wiltzius

3G-Regeln gelten in Frankreich ab sofort auch für Kinder ab 12 Jahren

04:21
30.09.2021
In Frankreich gelten die 3G-Regeln und die Gesundheitspass-Pflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie von Donnerstag an bereits für Kinder ab 12 Jahren und zwei Monaten. Beim Besuch von Freizeit- und Sportstätten, in Kinos, Restaurants und Cafés oder im Fernzug müssen so künftig nicht mehr nur Erwachsene einen Nachweis von Impfung, Genesung oder negativem Test (3G) vorlegen. Da Kinder erst ab einem Alter von 12 Jahren geimpft werden können, wurde eine Frist von zwei Monaten für das Erlangen eines vollständigen Impfschutzes eingeräumt.

Während Erwachsene einen digitalen Gesundheitspass mit den entsprechenden Nachweisen in einer Handy-App vorzeigen müssen, dürfen Kinder und Jugendliche auch ein Papierdokument vorlegen. Außerdem können Erwachsene die entsprechenden QR-Codes für die gesamte Familie und die Kinder auch auf einem Handy speichern. Mit einem Nachweis, dass Kinder und Jugendliche aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, sind sie von den 3G-Regeln befreit.

Der Gesundheitspass und die 3G-Regeln wurden im Sommer im Zuge verschärfter Corona-Regeln eingeführt und stießen zunächst auf viel Protest. An jedem Wochenende wurde seitdem gegen den Corona-Kurs der Regierung von Präsident Emmanuel Macron und der Regierung demonstriert. Die Zahl der Teilnehmer ist inzwischen aber stark rückläufig. Impfaktionen werden seit Ende der Sommerferien auch an Schulen organisiert.

Jeff Wiltzius