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Meiste Corona-Beschränkungen in Schweden aufgehoben

11:15
29.09.2021
Nach anderthalb Jahren mit ohnehin vergleichsweise lockeren Maßnahmen sind in Schweden die allermeisten Corona-Beschränkungen aufgehoben worden.

Seit Mittwoch gelten in dem skandinavischen EU-Land keine Teilnehmerobergrenzen mehr für allgemeine Zusammenkünfte und Veranstaltungen wie Fußballspiele und Konzerte.
Auch größere private Feiern wie Hochzeiten und Geburtstage sind damit wieder ohne Beschränkung der Gästezahl möglich. Die Empfehlung zum Arbeiten aus dem Homeoffice fällt ebenfalls weg. Wer Krankheitssymptome zeigt, sollte aber weiterhin zu Hause bleiben und sich auf das Coronavirus testen lassen.

Begründet hatten die schwedische Regierung und die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten die Lockerungen mit der erfolgreich verlaufenden Impfkampagne. Bislang haben in Schweden mehr als 83 Prozent der Menschen im Alter von über 16 Jahren mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten, über 76 Prozent auch schon ihre zweite. Zuvor haben auch schon Dänemark und Norwegen die allermeisten Beschränkungen innerhalb ihrer Länder beendet.

Manche Empfehlungen bleiben in Schweden jedoch bestehen, insbesondere für Bürger, die bisher noch nicht vollständig gegen Covid-19 geimpft worden sind. Nicht-geimpfte Erwachsene sollten der Gesundheitsbehörde zufolge große Menschenaufläufe meiden und auch keinen engeren Körperkontakt mit Personen aus Risikogruppen sowie Älteren haben.

Jörg Tschürtz

Rheinland-Pfalz: Impfzentren schließen Ende des Monats

07:19
29.09.2021
Die Zeit der Corona-Impfzentren in Rheinland-Pfalz geht zu Ende. Am Donnerstag (30.9.) wird ein Großteil der 31 Einrichtungen im Land wie angekündigt geschlossen, einige hatten sogar schon früher dichtgemacht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Mainz bleiben aber neun Impfzentren noch einige Monate im „Standby-Betrieb“.

So sollen die Einrichtungen in Mainz-Bingen, Koblenz, Neustadt und Trier bis zum 30. April 2022 bestehen bleiben, die Zentren in Germersheim, Kaiserslautern, Ludwigshafen, Mainz und im Rhein-Lahn-Kreis sollen demnach zum 31. Dezember 2021 endgültig den Betrieb einstellen. „Sollte es nötig werden, halten wir neun Impfzentren im Standby-Betrieb für eine schnelle Rückkehr zu den ursprünglichen Kapazitäten vor“, erklärte eine Sprecherin des Ministeriums. Dies erfordere einen Vorlauf von ein bis drei Tagen.

Statt in den Zentren laufen die Corona-Impfungen vom 1. Oktober an vor allem über die niedergelassenen Ärzte, die bereits stark in die Impfkampagne eingebunden sind. Zusätzlich seien auch weiterhin sechs Impfbusse im Land unterwegs und böten ein niedrigschwelliges Angebot im gesamten Bundesland an, hieß es.

Einige Zentren sind nach Angaben des Ministeriums aufgrund auslaufender Pachtverträge schon vorzeitig geschlossen worden, etwa in Bad Kreuznach, Bad Dürkheim oder auch in Birkenfeld und Zweibrücken.

Die Impfzentren waren zum Jahreswechsel 2020/2021 aufgebaut worden, nachdem erstmals Corona-Impfstoff zur Verfügung stand. Am 7. Januar hatten sie landesweit geöffnet, impfen lassen durften sich anfangs nur Über-80-Jährige sowie medizinisches und Pflege-Personal. Inzwischen steht ausreichend Corona-Impfstoff für Alle zur Verfügung.

Jörg Tschürtz