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Corona-Inzidenz im Saarland steigt leicht auf 57,8

06:08
27.09.2021
Im Saarland sind binnen eines Tages 19 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche (Sieben-Tage-Inzidenz) ging leicht von 57,2 auf 57,8 nach oben, wie am Montag aus Daten des Berliner Robert Koch-Instituts hervorging. Seit Beginn der Pandemie wurden im Saarland 47 179 Corona-Fälle registriert, 1048 Menschen starben an oder mit dem Virus (Stand 3.15 Uhr).

Auf den Intensivstationen der saarländischen Krankenhäuser lagen nach Daten des Registers der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vom Montag 23 erwachsene Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung, 13 von ihnen mussten beatmet werden (Stand 7.19 Uhr).

Jeff Wiltzius

Studie: Corona drückt Lebenserwartung ähnlich wie Zweiter Weltkrieg

04:13
27.09.2021
Im Zuge der Corona-Pandemie ist die Lebenserwartung in vielen Ländern einer Studie zufolge so stark gesunken wie seit dem Zweiten Weltkrieg in Westeuropa nicht mehr. In einigen Ländern sei der Fortschritt der vergangenen Jahre in kurzer Zeit zunichtegemacht worden, berichten Forscher des Leverhulme Centre for Demographic Science an der Universität Oxford im „International Journal of Epidemiology“. Bei Männern war der Rückgang demnach größer als bei Frauen.

Für die Studie untersuchten die Wissenschaftler Daten aus 29 Staaten, die meisten aus Europa, darunter Deutschland, sowie Chile und die USA. In 27 dieser Staaten sank demnach 2020 die Lebenserwartung, in 22 Ländern um mindestens ein halbes Jahr. „In westeuropäischen Ländern wie Spanien, England und Wales, Italien, Belgien wurde ein solcher Rückgang der Lebenserwartung in einem einzigen Jahr zum Zeitpunkt der Geburt zuletzt während des Zweiten Weltkriegs beobachtet“, sagte Co-Autor José Manuel Aburto.

Am meisten sank die Lebenserwartung von Männern in den USA - um 2,2 Jahre im Vergleich zu 2019. In den USA sei vor allem die gestiegene Sterblichkeit im erwerbsfähigen Alter unter 60 Jahren bemerkenswert, sagte Co-Autorin Ridhi Kashyap. In den meisten europäischen Ländern hingegen habe vor allem die Sterblichkeit bei über 60-Jährigen zugelegt. Bereits im Juni hatte eine Studie im „British Medical Journal“ auf die drastisch gesunkene Lebenserwartung in den USA hingewiesen.

Lebenserwartung nennt das Alter, das ein Neugeborenes vermutlich erreicht, wenn die Todeszahlen sich weiter so entwickeln wie zum Zeitpunkt seiner Geburt. In Deutschland lag die Lebenserwartung im August 2021 nach Angaben des Statistischen Bundesamts für Jungen bei 78,6 Jahren und für Mädchen bei 83,4 Jahren. Bekannt war zudem, dass 2020 die Sterblichkeit im Vergleich zu 2019 insbesondere bei über 75-jährigen Männern und Frauen anstieg.

Jeff Wiltzius