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Saarland: Keine Lohnfortzahlung für Ungeimpfte ab 27. September

04:49
23.09.2021
Saarbrücken (dpa/lrs) - Bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Corona-Quarantäne entfallen im Saarland ab dem 27. September die Entschädigungsleistungen für Menschen ohne Schutzimpfung. Das teilte das Gesundheitsministerium in Saarbrücken am Mittwoch nach der entsprechenden Einigung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern mit. „Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürgern, die noch unentschlossen sind: Lassen Sie sich impfen“, sagte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU). Die vier Impfzentren des Landes seien noch bis 30. September ohne Terminbuchung und kurzfristig für Impfungen geöffnet. Landesweit gebe es darüber hinaus zahlreiche Impfangebote.

Das Saarland hat der Mitteilung zufolge seit Beginn der Coronavirus-Pandemie Entschädigungsleistungen für Verdienstausfall aufgrund des Infektionsschutzgesetzes von rund 16,7 Millionen Euro geleistet. Bislang war es dabei unerheblich, ob die Person, die in Quarantäne musste, geimpft oder ungeimpft war.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben sich nun darauf verständigt, dass Menschen, die sich gegen Corona impfen lassen können, dies aber nicht tun, bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Quarantäne spätestens ab 1. November keine Entschädigung mehr bekommen sollen.

Tom Rüdell

Impfpflicht für Personal zwingt französische Klinik in Notbetrieb

18:13
22.09.2021
Nach Einführung einer Impfpflicht für Klinikpersonal in Frankreich hat der Krankenhausverbund der elsässischen Grenzstadt Mühlhausen auf Notbetrieb umstellen müssen. Von den rund 6.000 Beschäftigten seien mehr als 170 noch nicht geimpft und deswegen vom Dienst suspendiert worden, berichtete der Sender RTL am Mittwoch. Die Beschäftigten hätten gegen die Maßnahme vor dem Krankenhaus demonstriert und sich unter weiße Laken auf den Boden gelegt. Die Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen greift seit dem 15. September. Ähnlich gravierende Probleme wie in Mühlhausen wurden aus anderen Regionen bisher nicht bekannt. Mühlhausen war während der ersten Corona-Welle eines der Epizentren der Pandemie in Frankreich.

Jeff Wiltzius

USA verdoppeln Impf-Spende

17:36
22.09.2021
Die USA wollen im Kampf gegen Corona weitere 500 Millionen Impfdosen an ärmere Länder spenden. Es handle sich dabei um eine „historische Verpflichtung“, sagte US-Präsident Joe Biden am Mittwoch zum Auftakt eines virtuellen Corona-Gipfel in Washington. Die Dosen von Pfizer/Biontech sollten in den USA produziert werden und an ärmere Länder gehen. Diese Spende sei an keine Bedingungen geknüpft, hieß es aus dem Weißen Haus.

Die USA hatten bereits vor dem G7-Gipfel im englischen Cornwall im Juni eine Spende von 500 Millionen Impfdosen angekündigt. Man werde diese Krise nicht mit halbherzigen Maßnahmen lösen, es brauche große Taten, sagte Biden nun. Er rief andere Industrienationen zu großzügigen Impfspenden an ärmere Länder auf. „Um die Pandemie hier zu besiegen, müssen wir sie überall besiegen“, betonte Biden. Die USA seien bei Impfspenden weltweit führend.

Die USA wollen dem Weißen Haus zufolge die Impfdosen von den Herstellern zu einem „nicht gewinnorientierten Preis“ kaufen. Insgesamt belaufen sich die Zusagen der USA damit auf 1,1 Milliarden Impfdosen-Spenden. Man habe bisher rund 160 Millionen dieser Dosen in etwa hundert Länder geliefert - darunter Peru, Pakistan, Sri Lanka oder Äthiopien, hieß es. Täglich würden weitere Dosen verschickt. Man arbeite außerdem daran, die Produktionskapazitäten in den USA weiter auszubauen.

Jeff Wiltzius