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Inzidenz in Rheinland-Pfalz fällt unter 80

14:44
16.09.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist erstmals in diesem Monat unter der Schwelle von 80. Der Wert für die Zahl der neuen Fälle bezogen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen ging am Donnerstag von 81,6 auf 78,7 zurück, wie das Landesuntersuchungsamt mitteilte. Die Hospitalisierungsinzidenz - also die Krankenhausfälle pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - erhöhte sich von 1,9 auf 2,0. Von den verfügbaren Betten auf Intensivstationen waren wie am Vortag 4,83 Prozent mit Covid-19-Patienten belegt.

Die Gesundheitsämter meldeten am Donnerstag 541 neue Infektionen. Aktuell gelten in Rheinland-Pfalz 11 930 Menschen als nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand 14.10 Uhr). Seit Beginn der Pandemie im Februar 2020 starben 3957 Covid-19-Patienten in Rheinland-Pfalz, drei mehr als am Vortag.

Die meisten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche gab es in Neustadt an der Weinstraße mit 193,2. Danach folgen der Kreis Ahrweiler (180,1), die Stadt Landau (156,4) und der Kreis Birkenfeld (136,1). Am niedrigsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz mit 24,2 im Kreis Kusel.

Tom Rüdell

3000 Gesundheitskräfte wegen Impfpflicht in Frankreich suspendiert

12:38
16.09.2021
Mit Start der Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen in Frankreich sind rund 3000 Angestellte vorläufig suspendiert worden. Sie hätten am Mittwoch noch keine erste Impfung gegen das Coronavirus vorweisen können, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstag. Er gehe aber davon aus, dass die Angestellten, die etwa in Bereichen wie Küche oder Wäscherei arbeiteten, die Impfung schnell nachholten.

„Alle, die mit kranken und schwachen Menschen in Kliniken oder Heimen arbeiten, sind jetzt geimpft“, betonte der Minister in einem TV-Interview. Es habe nur wenige Dutzend Kündigungen von Beschäftigten gegeben, die mit der Impfpflicht gar nicht einverstanden seien.

Betroffen von der Impfpflicht in Frankreich sind rund 2,7 Millionen Beschäftigte, überwiegend im Gesundheitssektor, auch aber Feuerwehrleute, Beschäftigte des Zivilschutzes sowie Gendarmen. Wer bislang nur die erste Impfdosis erhalten hat, muss zudem einen negativen Test auf der Arbeit vorlegen, bis er einen vollständigen Impfschutz hat. Ihre Impftermine dürfen die Beschäftigten ausdrücklich in die Arbeitszeit legen, um die Impfung zu erleichtern. Gegen die verschärften Corona-Regeln, zu denen auch die Impfpflicht gehört, führen seit Wochen zu Demonstrationen, die Teilnehmerzahl sinkt aber beständig.

Jörg Tschürtz

Studie: Biontech-Booster erhöht Corona-Schutz bei Senioren deutlich

11:15
16.09.2021
 Eine Corona-Auffrischungsimpfung bei Menschen über 60 Jahren erhöht die Schutzwirkung des Biontech-Mittels einer Studie zufolge beträchtlich. So habe es bei zweifach Geimpften in Israel mehr als 10 Mal so viele nachgewiesene Infektionen und knapp 20 Mal mehr schwere Erkrankungen gegeben als bei 3-fach-Geimpften, schreiben israelische Forscher im „New England Journal of Medicine“. Ein deutscher Experte zeigte sich beeindruckt vom Effekt der Booster-Impfung.

In Israel haben mittlerweile alle Geimpften die Möglichkeit, frühestens fünf Monate nach der zweiten Dosis eine Auffrischungsimpfung zu bekommen. In der Studie wurden Daten von insgesamt mehr als einer Million Senioren in Israel berücksichtigt.

Israel wird trotz sehr hoher Impfquoten derzeit von einer schweren Corona-Welle geplagt. Die israelischen Forscher gehen davon aus, dass die ansteckendere Delta-Variante und der nachlassende Immunschutz sechs Monate nach einer zweiten Dosis dazu führen, dass die Wirksamkeit bezüglich einer Infektion auf 50 Prozent fällt - mit dem Booster werde die Wirksamkeit auf 95 Prozent gesteigert. Das sei vergleichbar mit dem Impfschutz, der anfangs gegen die Alpha-Variante berichtet wurde. 

Teddy Jaans