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Zwei Drittel der Franzosen sind geimpft

12:11
03.09.2021
Zwei Drittel der Menschen in Frankreich sind inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft, 72,3 Prozent haben eine erste Impfdosis erhalten. Parallel dazu sinkt die Zahl der Klinikeinweisungen von Corona-Patienten und die Sieben-Tage-Inzidenz ist rückläufig, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag in Paris mit. Dies gilt auch für die von Deutschland als Hochrisikogebiet eingestuften Regionen Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d'Azur sowie die Insel Korsika. Angespannt bleibt die Lage in den französischen Überseegebieten. Auch unter den Beschäftigten im Gesundheitsbereich, die von einer Impfpflicht betroffen sind, stieg die Quote weiter an.

Eine landesweite Impfaktion an diesem Wochenende richtet sich unterdessen an die rund 10 Millionen Menschen in Frankreich, die die Möglichkeit zu einer Impfung noch nicht genutzt haben. Sämtliche Impfzentren sind ohne Termin zugänglich, auch in einer Großzahl von Einkaufszentren kann man sich impfen lassen. Nach Ferienende läuft auch in den Schulen eine Impfkampagne an, vom 30. September an müssen in Frankreich auch Jugendliche ab 12 Jahren für den Besuch vieler Einrichtungen einen Gesundheitspass zum Nachweis von Impfung, Test oder Genesung vorlegen.

Jeff Wiltzius

Blauer Himmel statt Smog: Corona sorgte für bessere Luftqualität

12:03
03.09.2021
In vielen Städten der Welt haben Bewohnerinnen und Bewohner im vergangenen Jahr zumindest zeitweise mehr blauen Himmel statt Smog gesehen. Die Luftqualität war deutlich besser, weil wegen Corona-Beschränkungen weniger Verkehr unterwegs war, wie die Weltwetterorganisation (WMO) am Freitag in Genf berichtete. Mit der Lockerung der Maßnahmen sank die Luftqualität aber wieder auf das vorherige Niveau zurück, wie es im ersten Luftqualität- und Klima-Bulletin der WMO heißt.

Während die von Menschen gemachten Emissionen sanken, sorgten durch den Klimawandel verursachte Wetterextreme für Sand- und Staubstürme sowie Waldbrände, die die Luftqualität beeinträchtigten. Die WMO verweist auf ältere Berichte, wonach die Zahl der Todesfälle durch Luftverschmutzung von 2,3 Millionen Menschen im Jahr 1990 auf 4,5 Millionen 2019 gestiegen ist.

Stickstoffdioxid sei dort, wo Ausgangssperren verhängt wurden, im Vergleich zu anderen Jahren um bis zu 70 Prozent zurückgegangen, Feinstaub je nach Region um 30 bis 40 Prozent. In manchen Städten Spaniens sei die Feinstaubbelastung allerdings trotz Ausgangssperren gestiegen. Das führten Experten auf herübergewehte Staubbelastung aus Afrika oder die Verbrennung von Biomasse zurück. Die Schwefeldioxid-Menge ging zwischen 25 und 60 Prozent zurück.

Die WMO nahm Messungen aus 63 Städten in 25 Ländern auf allen Kontinenten in die Berechnungen auf. Sie verweist darauf, dass unter der Vielzahl von winzigen in der Luft schwebenden Partikeln, den Aerosolen, auch solche sind, die für Abkühlung sorgen. Sie zu reduzieren sei für die Gesundheit zwar gut, nicht aber, um die Folgen des Klimawandels zu mildern. Hier müssten Regierungen gute Abwägungen treffen. Mehr und intensivere Hitzewellen, die durch den Klimawandel verursacht werden, könnten für mehr Schadstoffen in Bodennähe sorgen.

Jeff Wiltzius