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Slowakei: Festnahmen und Verletzte

21:25
01.09.2021
Mehrere Tausend Menschen haben am Mittwoch in den beiden größten Städten der Slowakei gegen die Corona-Politik der Regierung demonstriert. In der Hauptstadt Bratislava besetzten vor allem rechtsextreme Impfgegner mehrere Stunden lang einen zentralen Verkehrsknoten. Erst am Abend löste die Polizei diese Straßenblockade auf und setzte dabei nach Medienberichten auch Tränengas und Gummiknüppel ein. Wasserwerfer wurden zwar aufgefahren, aber nicht eingesetzt. Mindestens drei Demonstranten wurden bei Auseinandersetzungen mit der Polizei verletzt, vier andere festgenommen.

In der zweitgrößten Stadt Kosice, im Osten des Landes, nahm die Polizei zwei Personen vorübergehend fest, meldete aber keine Verletzten. Zu den anlässlich eines Staatsfeiertages schon am Vormittag an mehreren zentralen Plätzen beider Städte begonnenen Protesten hatten unabhängig voneinander die linkspopulistische Partei Richtung-Sozialdemokratie des ehemaligen Langzeit-Regierungschefs Robert Fico, zwei rechtsextreme Parlamentsparteien und unabhängige Initiatoren aufgerufen. Viele Teilnehmende pendelten aber während des Tages unübersichtlich zwischen den einzelnen Kundgebungsplätzen hin und her und vermischten sich.

Marian Kotleba, der wegen Nazi-Propaganda zu einer noch nicht rechtskräftigen Haftstrafe verurteilte Chef der rechtsextremen Volkspartei Unsere Slowakei LSNS, bezeichnete in seiner Rede vor dem Amtssitz von Staatspräsidentin Zuzana Caputova in Bratislava die dort wehenden EU-Fahnen als „Okkupantenfetzen“, wie im TV-Nachrichtensender TA3 zu sehen war. Kundgebungsteilnehmer kritisierten die von der Regierung propagierten Corona-Impfungen als „Genozid am slowakischen Volk“. Linkspolitiker Fico warf in Kosice der populistisch-konservativen Regierung Versagen vor und kündigte eine Petition für vorgezogene Neuwahlen an.

Tom Rüdell

Spanien: Mehr Fans beim Sport

19:59
01.09.2021
Spanien hat bei der Zuschauerzulassung bei Sportveranstaltungen die zulässige Obergrenze für den Monat September auf 60 Prozent erhöht. Das gab die Gesundheitsministerin Carolina Darias auf einer Pressekonferenz am Mittwoch bekannt.

Bei Freiluftstadien wie im Fußball lag die bisherige Grenze bei 40 Prozent. Für Indoor-Arenen wird der Wert von 30 Prozent auf 40 Prozent angehoben. Darias nannte als Beispiele insbesondere La Liga und das Oberhaus im Basketball (ACB).

Die Maßnahme trete sofort in Kraft und gelte "für den gesamten Monat September". Sie fügte an, dass es den verschiedenen Regionen Spaniens überlassen bleibe, ob sie die Richtlinien befolgen oder eine niedrigere Obergrenze durchsetzen.

Am Mittwoch hat Spanien sein Ziel erreicht, 70 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus zu impfen. In Deutschland liegt die aktuelle Quote bei 60,7 Prozent.

Tom Rüdell