Die führenden Industrienationen (G7) wollen bis Ende nächsten Jahres 2,3 Milliarden Impfdosen an ärmere Länder verteilen. Hilfsorganisationen wie Oxfam und World Vision bezeichneten die Pläne zu den Impfstoffen als nicht ausreichend. Sie seien ein "Ablenkungsmanöver", um eine Aufweichung des Patentschutzes zu verhindern. Statt der Freigabe von Patent- und Eigentumsrechten auf Impfstoffe, Medikamente und medizinische Geräte habe sich Merkel mit ihrer Idee von freiwilligen Impfstoffspenden durchgesetzt, kritisierte Fiona Uellendahl, Gesundheitsexpertin bei World Vision.
Zuvor hatten sich die G-7 darauf verständigt, sich als Lehre aus der Corona-Krise mit einem Gesundheitspakt gegen künftige Pandemien zu wappnen. Zentral ist die schnellere Entwicklung und Zulassung von Impfstoffen sowie von Behandlungs- und Diagnosemethoden. Bei neuen ansteckenden Krankheiten soll dies künftig nicht länger als 100 Tage dauern. Die G7 wollen sich ferner verpflichten, ihre Kapazitäten zur Genomsequenzierung zu erhöhen, um Virusvarianten schneller zu identifizieren.