Man gehe derzeit von einer kommenden vierten Welle im Herbst aus, sagte der Direktor der Santé, Dr. Jean-Claude Schmit am Dienstagmorgen bei RTL. Allerdings rechnen die Experten damit, dass diese
nicht so heftig ablaufen werde als noch die drei Wellen davor. Grund sei laut Schmit die aktuell gute Impfsituation in Luxemburg.
Bei den Alterskategorien über 18 Jahren hätten 73,2 Prozent ihre erste Impfdosis erhalten, 70,6 Prozent (der EU-Durchschnitt liegt bei 65,2 Prozent) gelten als komplett geimpft. Die
Gruppe über 50 Jahren seien mit über 80 Prozent am besten geschützt; bei den 18-50-Jährigen haben hingegen nur 50-60 Prozent bisher ein Vakzin erhalten. Es sei auch diese Altersgruppe, woraus derzeit die meisten Infektionen hervorgehe. Es gebe bei den Impfungen also noch "Luft nach oben", erklärte Schmit. So soll der
Einsatzbereich des Impfbus noch weiter ausgebaut werden: "Die Impfungen müssen zu den Menschen kommen. Daher könnte der Impfbus auch unter anderem vor den Supermärkten eingesetzt werden."
Die Fälle von den Menschen, die trotz einer vollständigen Impfung erkrankten, nehme indes zu. "Derzeit liegt deren Zahl bei 20-25 Prozent. Warum diese allerdings erkrankten - weil die Impfung bereits zu lange zurückliegt oder noch zu frisch war - müsste noch erforscht werden."
Auch wie die
Schulrentree in ein paar Wochen aussehen wird, da hielt sich der Direktor der Santé bedeckt. In den kommenden seien neue Gespräche mit der Schulbehörde geplant. Laut dem Direktor müsste man aber damit rechnen, dass die "3G-Formel" - geimpft, genesen oder getestet - noch für längere Zeit in unserem Leben eine Rolle spielen werde.
Jeff Wiltzius