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Iran: Mehr als 700 Corona-Tote an einem Tag

12:33
24.08.2021
Im Iran wurden erstmals mehr als 700 Corona-Tote innerhalb eines Tages registriert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag wurden in den vergangenen 24 Stunden 709 Tote und über 40 000 Neuinfektionen registriert. Somit stieg die Gesamtzahl der Toten in Verbindung mit dem Coronavirus in Iran auf mehr als 103.000.

Die Ursache für den drastischen Anstieg ist dem Gesundheitsministerium zufolge die deutlich ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus. Auch der sechstägige Lockdown Mitte August konnte die andauernde Todeswelle nicht stoppen. Wegen der Wirtschaftskrise und US-Sanktionen gibt es im Land nicht genügend Vakzine. Daher läuft auch die Impfkampagne nur schleppend voran. Bislang konnten nur sieben Prozent der mehr als 83 Millionen Iraner doppelt geimpft werden.

Tom Rüdell

Israel registriert fast 10.000 neue Corona-Fälle an einem Tag

08:47
24.08.2021
Israel hat erstmals seit Januar wieder fast 10.000 Corona-Neuinfektionen an einem einzigen Tag registriert. Das Gesundheitsministerium meldete am Dienstag 9831 neue Fälle, die alle am Montag erfasst wurden. Dies ist ein sprunghafter Anstieg im Vergleich zur vergangenen Woche - allerdings hat auch die Zahl der Tests etwas zugenommen. Die Zahl der Schwerkranken sank auf 678. Zwölf weitere Menschen mit einer Corona-Infektion starben.

Seit Juni steigt die Zahl der neuen Corona-Fälle in Israel wieder deutlich. Die höchste Zahl an täglichen Corona-Neuinfektionen seit Pandemiebeginn wurde in dem 9,4-Millionen-Einwohner-Land Mitte Januar mit rund 10.100 Fällen registriert. Insgesamt gab es seit Beginn inzwischen schon mehr als eine Million Infektionen. Zweifach geimpft sind knapp 59 Prozent der Bevölkerung. Knapp 17 Prozent haben bereits eine dritte Impfung.

Israel hatte Ende Juli als erstes Land weltweit damit begonnen, zur Auffrischung des Schutzes ein drittes Mal impfen zu lassen. Hintergrund waren Zahlen des Gesundheitsministeriums, wonach die Effektivität der in Israel verwendeten Biontech/Pfizer-Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen habe. Gleichzeitig verbreitete sich die aggressivere Delta-Variante im Land.

Jeff Wiltzius

Schmit: "Vierte Corona-Welle im Herbst wird weniger heftig"

06:50
24.08.2021
Man gehe derzeit von einer kommenden vierten Welle im Herbst aus, sagte der Direktor der Santé, Dr. Jean-Claude Schmit am Dienstagmorgen bei RTL. Allerdings rechnen die Experten damit, dass diese nicht so heftig ablaufen werde als noch die drei Wellen davor. Grund sei laut Schmit die aktuell gute Impfsituation in Luxemburg.

Bei den Alterskategorien über 18 Jahren hätten 73,2 Prozent ihre erste Impfdosis erhalten, 70,6 Prozent (der EU-Durchschnitt liegt bei 65,2 Prozent) gelten als komplett geimpft. Die Gruppe über 50 Jahren seien mit über 80 Prozent am besten geschützt; bei den 18-50-Jährigen haben hingegen nur 50-60 Prozent bisher ein Vakzin erhalten. Es sei auch diese Altersgruppe, woraus derzeit die meisten Infektionen hervorgehe. Es gebe bei den Impfungen also noch "Luft nach oben", erklärte Schmit. So soll der Einsatzbereich des Impfbus noch weiter ausgebaut werden: "Die Impfungen müssen zu den Menschen kommen. Daher könnte der Impfbus auch unter anderem vor den Supermärkten eingesetzt werden."

Die Fälle von den Menschen, die trotz einer vollständigen Impfung erkrankten, nehme indes zu. "Derzeit liegt deren Zahl bei 20-25 Prozent. Warum diese allerdings erkrankten - weil die Impfung bereits zu lange zurückliegt oder noch zu frisch war - müsste noch erforscht werden."

Auch wie die Schulrentree in ein paar Wochen aussehen wird, da hielt sich der Direktor der Santé bedeckt. In den kommenden seien neue Gespräche mit der Schulbehörde geplant. Laut dem Direktor müsste man aber damit rechnen, dass die "3G-Formel" - geimpft, genesen oder getestet - noch für längere Zeit in unserem Leben eine Rolle spielen werde.

Jeff Wiltzius