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Texas bittet Krankenhäuser um Aufschub von Eingriffen

04:26
10.08.2021
Angesichts der jüngsten Corona-Welle hat der US-Bundesstaat Texas alle Krankenhäuser gebeten, nicht absolut notwendige medizinische Eingriffe zu verschieben. Damit solle sichergestellt werden, dass alle Covid-Patienten adäquat versorgt werden könnten, erklärte Gouverneur Greg Abbott am Montag in einem Schreiben an den Krankenhausverband.

 Das Gesundheitsministerium werde sich zudem bemühen, für die Versorgung der Corona-Patienten medizinisches Personal aus anderen Bundesstaaten zu gewinnen, hieß es. Auch soll der Katastrophenschutz wieder Infusionszentren eröffnen, in denen Patienten Blutplasma-Behandlungen bekommen können.

Die Lage in Texas hat sich aufgrund der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus deutlich zugespitzt. In dem Bundesstaat mit 29 Millionen Einwohnern wurden zuletzt im Schnitt pro Tag rund 12.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet, wie Daten der Behörden zeigen. Derzeit werden demnach rund 9.000 Covid-Patienten in Krankenhäusern behandelt. 

Teddy Jaans

Sauerstoff-Ausfall: Neun Patienten sterben in russischem Krankenhaus

20:12
09.08.2021
Wegen eines Defekts an einem Sauerstoff-Rohr sind in einem Krankenhaus in Russland mehrere Corona-Patienten gestorben. „Infolge eines Zusammenbruchs des Sauerstoff-Systems sind neun Menschen gestorben“, teilte die Regierung der Republik Nordossetien-Alanien im Kaukasus am Montagabend russischen Agenturen zufolge mit. Ein unterirdisches Rohr sei in der Klinik in der Hauptstadt Wladikawkas gebrochen, erklärte demnach der amtierende Regierungschef der Republik, Sergej Menjajlo.

Dadurch hätten mehrere schwerkranke Corona-Patienten vorübergehend nicht mehr über ihre Beatmungsgeräte versorgt werden können. Das Krankenhauspersonal habe nun damit begonnen, die Überlebenden über Sauerstoffflaschen zu beatmen. Alle auf Beatmung von Intensivpatienten verfügbaren Ärzte in der Region seien in die Wladikawkaser Klinik bestellt worden.

Angaben des regionalen Gesundheitsministeriums zufolge sollen zum Zeitpunkt des Unglücks rund 70 Menschen an Beatmungsgeräte angeschlossen gewesen sein. Andere Corona-Krankenhäuser in der Region sind Angaben der Behörden zufolge nicht von dem Rohrbruch betroffen. Dennoch würden nun alle Versorgungssysteme überprüft. Das russische Verteidigungsminiterium habe angeboten, bei Bedarf zwei Tonnen Sauerstoff bereitzustellen, so Menjajlo.

Der Grund für den Defekt am Rohr war zunächst nicht bekannt. Ermittlungen wurden aufgenommen. Es sei ein Strafverfahren wegen möglicher nicht beachteter Sicherheitsvorkehrungen und des dadurch fahrlässig verursachten Todes mehrerer Menschen eröffnet worden, zitierten russische Medien die zuständige Ermittlungsbehörde.

Sarah Cames