In der 28. Kalenderwoche lieferten sich die Gamma- und die Delta-Varianten des Corona-Virus in Luxemburg noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Aber wie das Laboratoire national de santé (LNS) in seiner jüngsten ReViLux-Studie zu der Verbreitung der unterschiedlichen Virus-Mutationen am Freitag berichtet, hat die Delta-Variante in der Woche vom 19. Juli bis zum 25. Juli klar die Überhand gewonnen.
Die Zahl der Gamma-Fälle ging in der Woche um ganze 65 Prozent zurück. Die Delta-Variante hat in der vorletzten Woche hingegen erneut leicht zugelegt - seit Mitte Juni ein ständiger Trend. Die Delta-Variante, die zunächst in Indien auftrat und von der Weltgesundheitsorganisation als "besorgniserregende Variante" eingestuft wird, bleibt demnach in Luxemburg mit 73,7 Prozent die dominante Virus-Mutation. Die Gamma-Variante, die als erstmals in Brasilien entdeckt wurde, ist nur noch mit 23,9 Prozent vertreten. Auf die ehemals dominante Alpha-Variante gingen in der 29. Kalenderwoche nur noch 2 Prozent der Infektionen zurück.
Von den insgesamt 566 positiven Fällen wurden in der Woche 356 Fälle sequenziert - eine Rate von 62,9 Prozent. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) empfiehlt eine Sequenzierungsrate von mindestens 10 Prozent, die Luxemburg auch in dieser Woche damit deutlich übertroffen hat. In 13 Fällen trat eine Infektion nach einer Impfung auf.