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Tokios Corona-Infektionen auf Rekord - Regierung: Kein Olympia-Ende

11:53
27.07.2021
Während der Olympischen Spiele ist die Zahl der Neuinfektionen in Tokio auf einen Rekordstand gestiegen, doch die Regierung sieht keinen Grund zum Abbruch des Spektakels. Am Dienstag meldete die Hauptstadt 2848 Neuinfektionen binnen eines Tages. Damit wurde der vorherige Höchststand vom 7. Januar mit 2520 Fällen übertroffen. Der wegen seiner Corona-Politik in der Kritik stehende Regierungschef Yoshihide Suga erklärte jedoch laut Medienberichten zur Frage, ob die Spiele abgebrochen werden könnten, dass er darüber „nicht besorgt“ sei. Experten befürchten jedoch, dass das Schlimmste noch bevorsteht. Sie hatten schon vor Beginn des Spektakels gewarnt, die Neuinfektionen könnten Anfang August und damit noch während der Spiele auf über 3000 Fälle steigen. Die Lage könne „kritisch“ werden.

Tokio befindet sich im mittlerweile vierten Corona-Notstand, nachdem die Delta-Variante des Virus eine fünfte Infektionswelle ausgelöst hatte. Nicht die Olympia-Teilnehmer seien das Hauptproblem, hatte der Politikprofessor Koichi Nakano von der Sophia University in Tokio kürzlich der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Vielmehr sei es der Umstand, dass die Spiele überhaupt stattfänden zu einem Zeitpunkt, da die Bevölkerung über den immer wieder verlängerten Corona-Notstand zunehmend „frustriert“ sei. „Die Leute werden ungeduldig und hören nicht mehr auf die Regierung“. Das durch Japans Medien geschürte Interesse an den Spielen trage dazu bei, dass viele Bürger ungeachtet der Appelle der Regierung nicht zu Hause blieben, sondern wie bei den Radrennen so nah wie möglich etwas von Olympia mitbekommen wollten.

Die landesweite Zahl der binnen eines Tages registrierten Infektionen stieg am Dienstag erstmals seit Mitte Mai auf über 7000 und nährt sich dem bisherigen Rekord von rund 8000 Fällen von Anfang Januar. Neben der Olympia-Stadt Tokio breitet sich das Virus auch in den beiden Nachbarpräfekturen Chiba und Kanagawa aus. Man sei besorgt über die zunehmende Zahl an Patienten in ernster Verfassung, sagte die Gouverneurin der Olympia-Stadt Tokio am Dienstag vor Veröffentlichung der neuen Rekordzahl an Infektionen in ihrer Stadt.

Sarah Cames

Statec: Impfbereitschaft in Luxemburg liegt bei 82 Prozent

11:17
27.07.2021
Zwischen Mai und Juni führte die nationale Statistikbehörde Statec zusammen mit der OECD im Rahmen der "TrustLab"-Initiative eine Umfrage zur Impfbereitschaft in Luxemburg durch. In der Umfrage wurden Teilnehmer auch zu Ihrem Vertrauen in andere und staatliche Institutionen befragt.

Die erhobenen Daten suggerieren, dass eine Herdenimmunität erreichbar wäre - 82 Prozent der Befragten sprachen sich für eine Impfung aus. Rund 7,4 Prozent lehnen diese allerdings weiterhin vehement ab. Rund 5 Prozent äußerten sich neutral. Etwa 72 Prozent der Befragten sagten aus, in der Öffentlichkeit stets einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Nur 1,7 Prozent tragen in der Öffentlichkeit nie eine Maske.

Die Umfrage zeigte auch, dass das Vertrauen in die Wissenschaft ein ausschlaggebender Punkt darin ist, ob eine Person einer Impfung zustimmt oder nicht. Da der Großteil der Bevölkerung nicht eng mit den Abläufen medizinischer Studien vertraut ist und auch oftmals keine Zeit haben, die Studien selbst zu analysieren kommt es hier stark auf das Vertrauen in die Erkenntnisse der Wissenschaftler an. 

In der Statec-Umfrage gaben drei Viertel der Betfragten an, ein hohes Vertrauen in die Wissenschaft zu haben. Etwa zwei Drittel sagten aus, hohes Vertrauen in die Wissenschaftler zu haben. Mit diesen Ergebnissen steht Luxemburg etwa auf der gleichen Stufe mit den USA und mehreren nordeuropäischen Ländern. 

Sarah Cames