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Immer mehr Neuinfektionen und Restriktionen in Spanien

19:32
13.07.2021
Die Corona-Krise im Urlaubsland Spanien hat sich weiter zugespitzt. Das Gesundheitsministerium in Madrid meldete am Dienstag 13.393 Infektionen binnen 24 Stunden. Damit kletterte die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz innerhalb eines einzigen Tages von 226 auf 258. Es seien weiterhin vor allem junge Menschen unter 30, die sich ansteckten, hieß es. Gesundheitsministerin Carolina Darias äußerte sich unter Hinweis auf die Impffortschritte optimistisch und beteuerte, das land werde die Infektionszahlen bald wieder reduzieren.

Zur Eindämmung der Ausbreitung beschließen die spanischen Regionen unterdessen immer mehr Restriktionen.

Valencia mit der gut 500 Kilometer langen Küste hat mit Billigung der Justiz als erste der 17 Regionen Spaniens wieder eine nächtliche Ausgehsperre eingeführt. Die Bewohner von 32 Gemeinden mit besonders schlechter Lage dürfen seit Dienstag zwischen 01.00 und 06.00 nur mit triftigem Grund aus dem Haus. Betroffen sind unter anderem die Metropole Valencia sowie bekannte Badeorte wie Benicassim oder Gandia. Auf den Kanaren will die Justiz am Mittwoch über einen Antrag der Behörden auf Einführung einer nächtlichen Ausgehsperre entscheiden.

So schlimm aber wie in Katalonien ist die Lage derzeit nirgendwo sonst in Spanien. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg in der beliebten Urlaubsregion an der Grenze zu Frankreich am Dienstag auf knapp 579. Zur Eindämmung der rasant steigenden Infektionszahlen schränkt der Corona-Hotspot das Nachtleben immer weiter ein. Die Regierung in Barcelona beschloss am Montag, dass Restaurants, Bars, Kultur- und Sportlokale sowie alle anderen Betriebe spätestens um 0.30 Uhr schließen müssen. 

Teddy Jaans

Kritik an Impfstrategie

17:35
13.07.2021
Als der Impfstoff Mangelware war, habe man eine strenge Priorisierung durchgezogen, so Lenert. 

Die allgemeine Richtline sei aber immer gewesen, diejenigen Menschen, die im Kontakt mit Vulnerablen waren zu impfen. Zu keinem Zeitpunkt habe man das administrative Personal damit gemeint, so die Ministerin auf eine Journalistenfrage hin.
Der Sinn des "Cordon sanitaire" sei stets gewesen, die schwachen Menschen zu schützen.
Diesbezügliche Kritik mache sie traurig, so Lenert, es handele sich dabei aber nur um Einzelfälle.

Teddy Jaans

Maßnahmen nicht streng genug?

17:29
13.07.2021
Lenert räumt ein, dass man möglicherweise strengere Maßnahmen beim Anbruch der zweiten Welle hätte ergreifen können. Allerdings fragt sie sich auch ob diese akzeptiert worden wären. "Im Nachhinein ist man immer schlauer", so die Ministerin, die gleichzeitig unterstreicht, dass zu jenem Zeitpunkt (Oktober) die Schnelltests noch nicht zur Verfügung standen.

Teddy Jaans