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„The Observer“ kritisiert Lockerungen: Preis für Corona-Fehlentscheidungen kann hoch sein

07:49
11.07.2021
Zur geplanten Aufhebung der meisten Corona-Restriktionen in England meint die Londoner Sonntagszeitung „The Observer“:

„Immer wieder hat Boris Johnson in dieser Pandemie entweder die gesellschaftlichen Einschränkungen zu früh aufgehoben oder Maßnahmen zu spät ergriffen. Bei einem Virus, das sich exponentiell in einer Bevölkerung ausbreitet, die nicht vollständig geimpft ist, können die Kosten solcher Fehlentscheidungen unerträglich hoch sein. Während immer mehr Menschen ihre zweite Impfung erhalten, verändern sich die entsprechenden Zugeständnisse weiter. Wenn die Regierung am 19. Juli die meisten der noch verbliebenen Beschränkungen lockert, können wir nur hoffen, dass dieses Glücksspiel sich auszahlt. Der politische Preis, den Boris Johnson zahlen muss, wenn er sich irrt, wird hoch sein. Die menschlichen Kosten, für die wir alle aufkommen müssen, werden tragisch sein.“

Sarah Cames

Saarländischer Ministerpräsident für Corona-Lockerung bei Impfangebot für alle

06:32
11.07.2021
Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) fordert eine weitere Lockerung der Corona-Regeln bei deutlich steigender Impfquote. „Wenn alle ein vollständiges Impfangebot erhalten haben und die Impfung vor schweren Verläufen auch neuerer Varianten schützt, müssen wir unsere Corona-Maßnahmen schrittweise wieder zurücknehmen“, sagte der Regierungschef der Zeitung „Welt am Sonntag“.

Der CDU-Politiker sprach sich dafür aus, bei der Bewertung der Corona-Entwicklung nicht mehr nur auf den Inzidenzwert zu blicken. „Je mehr Menschen geimpft und getestet sind, desto mehr verliert der Inzidenzwert allein an Aussagekraft“, erklärte Hans. Deshalb sollte im Herbst der Fokus mehr auf die Intensivbettenbelegung in den Krankenhäusern gerichtet werden.

Sarah Cames

Kuba lässt selbst entwickelten Corona-Impfstoff Abdala zu

06:24
11.07.2021
Kuba hat dem selbst entwickelten Corona-Impfstoff Abdala eine Notfallzulassung erteilt. Das Vakzin habe in der Testphase III eine Effektivität von 92,28 Prozent gezeigt, teilte das staatliche Zentrum für die Kontrolle von Medikamenten und medizinischen Geräten (Cecmed) am Freitag mit. Damit ist Abdala der erste in Lateinamerika entwickelte und zugelassene Impfstoff gegen das Corona-Virus. „Ein Licht am Ende des Tunnels in diesem langen Wettlauf gegen die Pandemie“, schrieb Präsident Miguel Díaz-Canel auf Twitter.

Zwar verfügt Kuba über viel Erfahrung bei der Entwicklung von Impfstoffen. Bislang wurden die Studienergebnisse zu Abdala aber nicht unabhängig geprüft.

Bei Abdala handelt es sich um einen sogenannten Untereinheitenimpfstoff aus aufbereiteten Proteinen des Erregers. Für den vollen Impfschutz werden drei Dosen verabreicht. Neben Abdala entwickelt Kuba derzeit auch noch weitere Impfstoffe gegen Covid-19, darunter das Vakzin Soberana 02.

Sarah Cames