Letztes Update:
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Die Delta-Variante bleibt in Luxemburg dominant

08:14
09.07.2021
Mit einer Verbreitung von 60,1 Prozent bleibt die zuerst in Indien entdeckte Delta-Variante weiterhin die dominierende Virus-Mutation in Luxemburg. Das teilte das Laboratoire national de santé (LNS) am Freitagmorgen in seinem Wochenbericht mit. In der 25. Kalenderwoche, also zwischen dem 21. und dem 27. Juni, war die südamerikanische Gamma-Variante mit 24,1 Prozent am zweithäufigsten vertreten. Es folgten die britische Alpha-Variante mit 10,1 Prozent und ein Fall der Beta-Variante, die zuerst in Südafrika entdeckt wurde.

Die Delta-Variante gilt als aggressiver als die zuvor in Luxemburg verbreiteten Virus-Mutationen. Außerdem scheinen die bisher verfügbaren Impfstoffe gegen sie weniger wirksam zu sein.

Die Wissenschaftler von ReViLux (Respiratory Viruses in Luxembourg) sequenzierten in der 25. Kalenderwoche ganze 69,2 Prozent aller positiven Fälle - weit über dem europäischen Sollwert von 10 Prozent.

Sarah Cames

Paulette Lenert: "Auto-Schnelltests sind das schwächste Glied in der Kette"

06:43
09.07.2021
Am Donnerstag gaben Gesundheitsministerin Paulette Lenert und Vize-Premier Dan Kersch in einer Pressekonferenz bekannt, dass selbst durchgeführte Schnelltests künftig nur noch bis Mitternacht gültig sein werden. Warum diese Entscheidung getroffen wurde, führte die Gesundheitsministerin am Freitagmorgen in einem Interview bei RTL aus.

Seit die Infektionszahlen in Luxemburg wieder ansteigen, habe man beobachten können, dass der Großteil der neuen Fälle ihren Ursprung im Nachtleben hatten. Der Covid-Check habe sich insgesamt als wirksam erwiesen, doch selbst gemachte Schnelltests hätten sich zunehmend als "schwächstes Glied in der Kette" erwiesen.

Man hätte, wie zum Beispiel die Österreicher, nur noch PCR-Tests oder zertifizierte Schnelltests erlauben können, allerdings habe man den Bürgern die Freiheit nicht nehmen wollen, auch noch spontan etwas zu unternehmen. Mit der neuen Regelung werde diese Balance zwischen Flexibilität und Sicherheit besser erreicht, so Lenert. Eine hundertprozentige Sicherheit könne es ohnehin nie geben, so die Ministerin - auch nicht mit den Impfungen. Es gehe der Regierung daher eher darum, möglichst effizient mit den verbleibenden Risiken zu spielen.

Ab Freitag besteht zudem die Möglichkeit, sich bei seinem zweiten Impftermin nach einer Erstimpfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca für ein mRNA-Präparat zu entscheiden. Kreuzimpfungen nach dem Schema Astrazeneca-Biontech/Moderna bleiben absolut freiwillig, betonte Lenert. Obwohl es vermehrt Hinweise gibt, dass Kreuzimpfungen effektiver sein könnten als das klassische Impfschema mit zwei Astrazeneca-Dosen, stehen einige Länder ihnen noch skeptisch gegenüber. So gelten Menschen, die nach dem Mix&Match-Prinzip geimpft wurden, in Malta zum Beispiel nicht als komplett durchgeimpft.

Sarah Cames